Kommandeur der 7. US-Flotte abgesetzt

Der Kommandeur der 7. US-Flotte ist nach zwei schweren Schiffsunglücken abgesetzt worden.

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Der ehemalige Kommandeur der siebenten US-Flotte, Joseph Aucoin. (Foto: Modern Tribune)

Der ehemalige Kommandeur der siebenten US-Flotte, Joseph Aucoin. (Foto: Modern Tribune)

Die USA haben am Mittwoch den Kommandeur der 7. Flotte nach tödlichen Kollisionen von Zerstörern mit Handelsschiffen in Asien abgesetzt, berichtet Reuters. Konteradmiral Phil Sawyer übernehme mit sofortiger Wirkung den Posten von Vize-Admiral Joseph Aucoin, teilte ein Marinesprecher mit. Aucoin sei das Kommando abgenommen worden, weil man ihm diese Führungsaufgabe nicht mehr zutraue, sagte der Sprecher.

Am Montag war der Lenkwaffen-Zerstörer „John S. McCain“ vor Singapur mit einem Öltanker zusammengestoßen. Dabei kamen vermutlich bis zu zehn Soldaten ums Leben, fünf Soldaten wurden verletzt. Das Schiff wurde schwer beschädigt. Erst im Juni war das Schwesterschiff des Zerstörers, die „Fitzgerald“, vor der japanischen Küste mit einem philippinischen Containerschiff zusammengestoßen und wäre fast gesunken. Sieben Soldaten wurden dabei getötet. Mehrere Offiziere verloren danach ihre Posten. Eigentlich sind Kollisionen von Kriegsschiffen mit anderen großen Schiffen extrem selten.

Die Marine hatte am Dienstag nach dem Zusammenstoß der „John S. McCain“ eine weltweite Pause ihrer Aktivitäten auf See angekündigt.

Die 7. US-Flotte hat ihr Hauptquartier in Japan. Zu ihr gehören 70 Schiffe, darunter ein Flugzeugträger, rund 140 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 20.000 Soldaten. Die Flotte deckt von Stützpunkten in Japan, Südkorea und Singapur aus ein Gebiet von 124 Millionen Quadratkilometern ab. Die Schiffsunfälle ereigneten sich in einer Zeit hoher Spannungen in der Region.

Die „John S. McCain“ hatte erst kürzlich die Zwölf-Meilen-Zone einer künstlichen chinesischen Insel im Südchinesischen Meer durchfahren, um damit Stärke gegenüber der Regierung in Peking zu demonstrieren. Die USA werfen China Bestrebungen vor, das strategisch wichtige Gewässer unter seine Kontrolle zu bringen. China kritisiert die Patrouillen der US-Kriegsschiffe in der Gegend seinerseits als Provokation. Zuletzt eskalierte auch der Nordkorea-Konflikt. US-Präsident Donald Trump und die Regierung in Pjöngjang drohten sich gegenseitig mit Militärangriffen.

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