Deutscher Maschinenbau mit deutlichem Auftrags-Plus

Die deutsche Maschinenbauindustrie konnte ihre Auftragszahlen im Juli deutlich steigern.

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Die Auftragseingänge der deutschen Maschinenbauer zogen im Juli um zehn Prozent an, wie der Branchenverband VDMA am Donnerstag mitteilte. Neben dem traditionell starken Auslandsgeschäft konnten die Anlagenbauer auch im Inland punkten. „Wir gucken recht optimistisch in die Zukunft“, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker. Er bekräftigte die Prognose, wonach die Produktion in diesem Jahr um drei Prozent auf über 210 Milliarden Euro zulegen soll. Dies wäre ein Rekordwert.

„Wir sehen die aktuelle Markteinschätzung sehr positiv“, sagte Welcker am Mittwochabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf. In den wichtigsten Auslandsmärkten USA und China habe die Nachfrage im ersten Halbjahr angezogen. „In China sind wir zur Zeit sehr optimistisch, dass nach eher bescheidenen Zuwächsen im Export dieses Jahr doch signifikant zweistelliger Zuwachs erfolgt.“ Im ersten Halbjahr habe das Plus bei gut 20 Prozent gelegen.

Auch in den USA stünden die Zeichen gut. Zwar habe US-Präsident Donald Trump mit seiner „America-First“-Politik für Verunsicherung gesorgt. Die Branche, zu der neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie Thyssenkrupp, Siemens oder Gea gehören, spüre aber bislang keine Auswirkungen auf die Geschäfte. „Wir gehen davon aus, dass der Maschinenbauexport in die USA in diesem Jahr positiv sein wird.“ Die Exporte dürften im einstelligen Prozentbereich zulegen.

Erholung spüre der Maschinenbau, mit hierzulande gut einer Million Beschäftigten ein Rückgrat der deutschen Wirtschaft, auch im Russland-Geschäft. „In Russland hilft uns ein stabilisierter Ölpreis.“ Bis zur Jahresmitte seien die Exporte um etwa ein Fünftel gestiegen. „Wir gehen davon aus, dass sich das stabilisiert.“

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