Investor Petrus kritisiert Commerzbank scharf

Der Investor Petrus Advisers kritisiert die Commerzbank wegen deren Strategie für die Tochter Comdirect.

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Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt wurde heftig von Investor Petrus kritisiert. (Foto: dpa)

Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. (Foto: dpa)

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Der Investor Petrus Advisers kritisiert die Commerzbank wegen deren Geschäftsstrategie für die Tochter Comdirect scharf. Wie das Finance Magazin unter Bezugnahme auf einen Bericht des Handelsblatt berichtet, beschreiben Partner von Petrus die Commerzbank in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden Martin Zielke als „ideenlos agierenden Aktionär“ bei der Comdirect.

Die Commerzbank hält gegenwärtig rund 82 Prozent der Comdirect-Aktien und ist damit vor Petrus – welche rund 1 Prozent kontrollieren – der mit Abstand wichtigste Aktionär. Petrus kritisiert, dass die Bank die Unternehmenspolitik der Comdirect bestimme und diese deshalb hinter ihren Möglichkeiten zurückbliebe. Dadurch würden die übrigen Aktionäre vernachlässigt.

Ein Sprecher der Commerzbank sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

„Mit der comdirect und ihrer Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Ihr führendes Direktbank-Angebot ist integraler Bestandteil unserer Privatkundenstrategie. Grundsätzlich verfolgt die comdirect eine langfristige Wachstumsstrategie und wächst stärker als der deutsche Bankenmarkt. Der Erfolg der Wachstumsstrategie spiegelt sich auch in der Entwicklung vom direct broker zur Direktbank mit Vollbanklizenz wider. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat sie die Anzahl der Kunden und Depots sowohl im Direktbankgeschäft als auch im Geschäft über institutionelle Partner gesteigert. Die comdirect ist hoch profitabel mit einer nachhaltigen Eigenkapitalrendite nach Steuern im deutlich zweistelligen Bereich. Wir sehen daher keinen Bedarf für Änderungen.“

Petrus ist vor allem die sogenannte Cost-Income-Ratio der Comdirect ein Dorn im Auge, welche im vergangenen Jahr bei etwa 68,6 Prozent lag. Damit muss die Comdirect, um einen Euro zu verdienen, knapp 70 Cent ausgeben. Das Finance Magazin führt aus, dass die BayernLB-Tochter DKB hier auf knapp 46 Prozent und die ING Diba sogar nur auf 40 Prozent kommen.

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