Umfrage: AfD legt zu, SPD und Grüne schwach

Die AfD kann bei der Bundestagswahl den dritten Platz erreichen.

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Martin Schulz, spricht am 14.09.2017 auf einer Wahlkampf-Veranstaltung der SPD in München (Bayern) auf dem Marienplatz. (Foto: dpa)

Martin Schulz, spricht am 14.09.2017 auf einer Wahlkampf-Veranstaltung in München (Bayern) auf dem Marienplatz. (Foto: dpa)

Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, spricht am 14.09.2017 in Ravensburg (Baden-Württemberg) während einer Diskussion im Gebäude von Schwäbisch Media. (Foto: dpa)

Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, spricht am 14.09.2017 in Ravensburg (Baden-Württemberg) während einer Diskussion im Gebäude von Schwäbisch Media. (Foto: dpa)

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Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl liegt die AfD im aktuellen ARD-„Deutschlandtrend“ auf dem dritten Platz. Die Partei würde nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt hinzugewinnen und mit zwölf Prozent erstmals in den Bundestag einziehen. Die SPD verliert einen Punkt und sackt auf 20 Prozent ab. Die Union kommt in der Sonntagsfrage unverändert auf 37 Prozent.

Die FDP gewinnt einen halben Punkt und kommt auf 9,5 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und erreicht neun Prozent, die Grünen büßen einen halben Punkt ein und liegen bei 7,5 Prozent.

Bislang haben der Umfrage zufolge 57 Prozent der Befragten ihre Wahlentscheidung getroffen. 15 Prozent haben eine Parteipräferenz, sagen aber, dass sich die Entscheidung noch ändern kann. 28 Prozent neigen bislang zur Nichtwahl oder lassen bisher keine Neigung zu einer Partei erkennen.

Tatsächlich sind die Umfragen wenig aussagekräftig: Die Bereitschaft, sich offen zur AfD zu bekennen, ist gering. Berichte des Münchner Merkur und der Stuttgarter Zeitung deuten darauf hin, dass die Veranstaltungen der AfD gut besucht sind. Die Stuttgarter Zeitung zitiert einen CDU-Politikerin, die einräumt, in ihrem Wahlkreis ein starkes Ergebnis für die AfD zu erwarten.

Dem „Deutschlandtrend“ zufolge würde es neben einer großen Koalition keine Mehrheit für weitere Zweier-Bündnisse geben. An Dreier-Bündnissen wäre eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen rechnerisch möglich.

Wenn die Unions-Anhänger sich zwischen einer großen Koalition und einem Jamaika-Bündnis nach der Bundestagswahl entscheiden müssten, würden sich 45 Prozent für die große Koalition entscheiden, 46 Prozent für ein Jamaika-Bündnis. Wenn sich die SPD-Anhänger entscheiden müssten, ob die SPD erneut eine Regierung mit der Union bildet, würden sich 50 Prozent für eine Regierung mit der Union aussprechen. 46 Prozent wäre es lieber, wenn die SPD in die Opposition geht.

Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt würde, würden 51 Prozent (minus drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche) der Befragten für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen. Für SPD-Herausforderer Martin Schulz würden sich 25 Prozent der Befragten entscheiden (minus eins). 17 Prozent (plus drei) würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Für den „Deutschlandtrend“ hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ von Dienstag bis Mittwoch 1003 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Für die Sonntagsfrage wurden 1503 Wahlberechtigte befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten – die Werte in der Gesamtbevölkerung können also entsprechend nach oben sowie nach unten von den Werten der Umfrage abweichen.

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