Anleihe-Investoren ignorieren Krise um Katalonien

Anleihe-Investoren haben sich von der Staatskrise in Spanien bisher nicht beeindrucken lassen.

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Von den wachsenden Spannungen zwischen den katalanischen Separatisten und der Zentralregierung in Madrid lassen sich Anleger offenbar nicht verunsichern. Bei der Emission mehrerer spanischer Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 4,7 Milliarden Euro gaben sie sich am Donnerstag mit geringeren Renditen zufrieden als bei vorangegangenen Auktionen. Spanien gab Papiere mit Laufzeiten zwischen vier und 17 Jahren aus. Bei den 2021 auslaufenden Titeln lag die durchschnittliche Rendite sogar knapp unter null. Das bedeutet, dass Investoren dem Land Geld dafür bezahlen, ihm Geld leihen zu dürfen.

Wenige Tage vor dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum Kataloniens hatte die Regierung in Madrid am Dienstag mehrere Ministerien der katalanischen Regionalregierung durchsuchen lassen. Zudem wurden einige örtliche Mandatsträger festgenommen. Dagegen protestierten Zehntausende Menschen in mehreren katalanischen Städten.

Am Mittwoch hatten die Vorgänge in Barcelona noch zu einem deutlichen Minus an der Madrider Börse geführt.