Italien: Fünf Sterne-Bewegung will Referendum über den Euro

In Italien hat die Fünf-Sterne-Bewegung einen neuen Vorsitzenden gewählt.

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Luigi Di Maio (r), Spitzen-Kandidat der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung bei der Parlamentswahl, und Beppe Grillo (l) am 23.09.2017 in Rimini. (Foto: dpa)

Luigi Di Maio (r), Spitzen-Kandidat der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung bei der Parlamentswahl, und Beppe Grillo (l) am 23.09.2017 in Rimini. (Foto: dpa)

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Die italienische Protestpartei „Fünf Sterne“ geht mit dem 31-jährigen Luigi Di Maio als Spitzenkandidat in den Wahlkampf. Der Vizepräsident der Abgeordnetenkammer im Parlament setzte sich in einer Online-Befragung der Parteimitglieder deutlich mit 83 Prozent gegen sieben Kontrahenten durch. Das Ergebnis gab die Partei am Samstag in Rimini an der Adria bekannt.

In Italien wird im nächsten Jahr ein neues Parlament gewählt. Di Maio steht für einen etwas moderateren Kurs – im Gegensatz zum Gründer, dem 69-jährigen Komiker Beppe Grillo, der das Establishment in Italien immer wieder scharf angegriffen hat. Es wird erwartet, dass sich Grillo nun nach und nach aus dem Rampenlicht zurückzieht.

„Fünf Sterne“ hat sich unter anderem als Anti-EU-Partei positioniert. So will Di Maio etwa ein Referendum über den Euro abhalten lassen. In den meisten Umfragen führt „Fünf Sterne“ mit rund 28 Prozent knapp vor der regierenden Demokratischen Partei. Allerdings hat es Grillo bislang stets abgelehnt, Allianzen mit anderen Parteien zu bilden.

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