Deutsche Anleihen nach Bundestagswahl gefragt

Die Anleger im Bond-Markt setzen nach der Bundestagswahl auf Sicherheit.

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Deutsche Anleihen waren am Montag nach dem Wochenende der Bundestagswahl gefragt. Am Markt war die Rede von einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis der Anleger, nachdem die Unionsparteien und die SPD starke Stimmeneinbußen hinnehmen mussten. Hinzu kam der Wahlerfolg der AfD, der ebenfalls für Verunsicherung sorgte.

Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Mittag um 0,42 Prozent auf 161,82 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug um vier Basispunkte auf 0,40 Prozent. Südeuropäische Staatsanleihen standen zwar nicht unter Druck, weil ihr Kursanstieg aber hinter dem Zuwachs am deutschen Markt zurückblieb, stiegen ihre Risikoaufschläge zu Bundespapieren an.

Das Ifo-Geschäftsklima konnte die Stimmung an den Finanzmärkten ebenfalls nicht heben. Der wichtigste Stimmungsindikator trübte sich zum zweiten Mal in Folge ein. Sowohl die Erwartungshaltung als auch die Lagebewertung verschlechterten sich. Bankanalysten wiesen auf das weiter hohe Niveau des Indikators hin, der sich nur knapp unter seinem im Juli erreichten Rekordhoch befindet.

Im Nachmittagshandel dürften vor allem Reden ranghoher Notenbanker im Mittelpunkt stehen. In Europa äußert sich EZB-Präsident Mario Draghi vor dem EU-Parlament. In den USA tritt unter anderem William Dudley, Chef der einflussreichen New Yorker Fed, an die Öffentlichkeit.