US-Banken lockern Vergabe-Kriterien für Hypotheken

In den USA lockern viele Banken und Finanzierer ihre Vergabekriterien für Hypotheken.

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Die Wall Street in New York. (Foto: dpa)

Die Wall Street in New York. (Foto: dpa)

Die Entwicklung des Case-Shiller Home Price Index. (Grafik: Wolfstreet)

Die Entwicklung des Case-Shiller Home Price Index. (Grafik: Wolfstreet)

 

In den USA lockern zahlreiche Banken und Hypothekenfinanzierer seit dem vergangenen Jahr ihre Vergabekriterien für Hypotheken. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Finanzierers Fannie Mae hervor, aus der der Finanzblog Wolfstreet zitiert. Die Entwicklung ist brisant, weil ein ähnlicher Trend die Grundlage für den Ausbruch der Finanzkrise von 2008 gelegt hatte.

Die Hauptursache für die Lockerung der Hypothekenkritieren – durch die vor allem Bürger mit vergleichsweise schlechterer Zahlungsfähigkeit profitieren dürften – liegt laut Wolfstreet in dem gestiegenen Wettbewerb als Folge der nachlassenden Nachfrage der Kunden. Fannie Mae zufolge sind die Profitmargen der Branche im dritten Quartal des laufenden Jahres nun zum vierten Mal in Folge gesunken. Für die Umfrage wurden 190 Finanzierer von Hypotheken aller Größen befragt.

Der Anteil der Banken und Finanzierer, die ihre Vergaberichtlinien gelockert haben, ist seit dem Jahr 2016 kontinuierlich gestiegen: „Die Finanzierer haben im dritten Quartal ihre Kriterien weiter gelockert und damit einen seit 2016 anhaltenden Trend fortgeschrieben. Der Anteil jener, die in den vergangenen drei Monaten ihre Richtlinien gelockert haben, ist ebenso gestiegen wie der Anteil jener, die eine Lockerung in den kommenden drei Monaten durchführen wollen“, heißt es in der Studie.

Wolfstreet schreibt, dass es Parallelen zur letzten Blase an den amerikanischen Immobilienmärkten gäbe. „In vielen Immobilienmärkten liegen die Preise nun über jenen bei der letzten Blase. Diese letzte Blase kam teilweise deshalb zu Stande, weil die Vergabekriterien gelockert wurden, um noch mehr Leute in Wohnungen und Häuser zu stopfen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten konnten und deren Preise einbrachen, als das Kartenhaus zusammenbrach. Heute liegen die Preise dem Case-Shiller Home Price Index zufolge bereits etwa 5 Prozent über dem Niveau der letzten Krise.“

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