Ausfall-Versicherungen für spanische Anleihen werden teurer

Anleger reagieren auf die Vorgänge in Spanien mit steigenden Anleihe-Renditen und höheren Kosten für Kreditausfall-Versicherungen.

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Die mögliche Loslösung Kataloniens verstärkt Spekulationen auf einen Zahlungsausfall Spaniens. Die Absicherung eines zehn Millionen Euro schweren Pakets spanischer Staatsanleihen gegen Zahlungsausfall durch Ausfallversicherungen (Credit Default Swaps) verteuerte sich am Mittwoch um 2.000 Euro auf 73.000 Euro, teilte der Datenanbieter Markit mit. Dies sei der höchste Stand seit fünf Monaten.

Die Sezessionsbestrebungen Kataloniens machen sich zudem in steigenden Risikoaufschlägen für spanische Staatsanleihen bemerkbar. Am Mittwoch stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere mit 1,79 Prozent auf den höchsten Stand seit März. Der Risikoaufschlag zu als besonders sicher geltenden deutschen Bundesanleihen stieg auf 1,32 Prozentpunkte. Das ist der höchste Stand seit April. Zusammen mit den spanischen Risikoaufschlägen stiegen auch die Aufschläge für italienische Staatsanleihen.

Seit dem von Gewalt begleitenden Unabhängigkeitsreferendum vom vergangenen Wochenende sind die Renditen für spanische Staatsanleihen um knapp 0,2 Prozentpunkte gestiegen. Das ist für den Anleihemarkt eine recht deutliche Bewegung.

Die Nervosität der Investoren spiegelte sich auch in den italienischen und portugiesischen Credit Default Swaps wider, die jeweils so hoch notierten wie seit Wochen nicht. Die Ausfallversicherungen für die katalanischen Geldhäuser Banco de Sabadell und Caixabank zogen ebenfalls an.