EZB-Direktor warnt vor zu langem Festhalten an Bond-Käufen

EZB-Direktor Coeure warnt vor einem zu langem Festhalten an Bond-Käufen.

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Ein EZB-Direktor rät vom zu langen Festhalten an Bond-Käufen ab. (Foto: dpa)

Ein französischer Euro. (Foto: dpa)

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EZB-Direktor Benoit Coeure hat die Notenbanken vor negativen Folgen bei einem zu langen Festhalten an Bond-Käufen gewarnt. Dann bestehe die Gefahr von Finanzblasen, sagte er am Donnerstag am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. „Wir müssen auf Risiken für die Finanzstabilität achten.“ Coeure fügte hinzu: „Beispielsweise könnte eine zu lange Phase der Wertpapierkäufe finanzielle Ungleichgewichte aufbauen mit möglichen negativen Folgen für die Preisstabilität.“

Zur Stützung der Konjunktur hält die Europäische Zentralbank seit längerem den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent. Zudem erwerben die EZB und die nationalen Euro-Notenbanken seit März 2015 in großem Stil Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Damit soll auch die Inflation in der Euro-Zone wieder an die EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent herangebracht werden. Das Kaufprogramm soll noch bis mindestens Ende Dezember laufen und dann ein Gesamtvolumen von 2,3 Billionen Euro ereichen. Experten erwarten, dass der EZB-Rat am 26. Oktober eine Verlängerung der Käufe mit geringerem monatlichen Ankaufvolumen beschließt.

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