Syrien fordert sofortigen Abzug der türkischen Truppen aus Idlib

Die militärischen Aktivitäten der Türkei in Syrien werden zum Problem für die Anti-IS-Koalition.

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan spricht am 13.10.2017 in Ankara zu Mitgliedern der Regierungspartei. (Foto: dpa)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan spricht am 13.10.2017 in Ankara zu Mitgliedern der Regierungspartei. (Foto: dpa)

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtet, dass Syrien „aufs Schärfste denEinmarsch der Einheiten der türkischen Armee in die Provinz Idlib“ verurteilt: „Die Arabische Republik Syrien fordert einen sofortigen und bedingungslosen Rückzug der türkischen Truppen aus den syrischen Gebieten und betont, dass die türkische scharfe Aggression in keiner Weise gerechtfertigt werden kann.“

Die syrische Regierung sei der Auffassung, „dass es eine offensichtliche Aggression gegen die Souveränität und territoriale Integrität des Landes und eine flagrante Verletzung des Völkerrechts darstellt“, so eine Quelle im syrischen Außenministerium zu Samstag.

Die Quelle fügte hinzu, dass die türkische Aggression nichts mit dem zu tun habe, was in den letzten Verhandlungsrunden in Astana von den Garantiestaaten vereinbart worden sei, und betonte, dass die Türkei sich an Bestimmungen der Astana-Erklärung halten solle.

Die Quelle stellte fest, dass die türkischen Truppen in die Provinz Idlib bei ihrem Eindringen von Jabhat a-Nusra-Terroristen begleitet worden seien, die eindeutig die enge Beziehung zwischen dem türkischen Regime und terroristischen Gruppen aufzeigten. Die internationale Gemeinschaft müsse dieser Entwicklung mehr Aufmerksamkeit widmen und entschlossen Stellung nehmen, um die türkische Unterstützung für den Terrorismus zu beenden. Die Kooperation wurde zu Opfern in der syrischen Bevölkerung führen und könnte die Region und die ganze Welt destabilisieren.

Die Türkei ist vor einigen Tagen in Syrien einmarschiert – offiziell, um gegen den IS zu kämpfen. Tatsächlich dürfte das Interesse de Türkei allerdings darin bestehen, einen Zusammenschluss der verschiedenen kurdischen Gruppen zu verhindern.

Die Türkei ist laut Hürriyet am Freitag mit 100 Soldaten und 30 gepanzerten Fahrzeugen einmaschiert. Am Samstag ist laut der israelischen Nachrichtenwebsite i24News ein weiterer Konvoi einmarschiert.

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