Eskalation: Syrien feuert Raketen auf israelischen Kampf-Jet

Israelische Kampfflugzeuge wurden am Montag über dem Libanon beschossen.

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Ein israelischer F-15 Kampfjet führt im Jahr 2013 ein Ablenkungsmanöver mit Wärmefackeln über Israel durch. (Foto: dpa)

Ein israelischer F-15 Kampfjet führt im Jahr 2013 ein Ablenkungsmanöver mit Wärmefackeln über Israel durch. (Foto: dpa)

Israels Luftwaffe hat am Montag eine Raketenstellung der syrischen Regierungstruppen angegriffen und vollständig zerstört. Von der Stellung rund 50 Kilometer östlich von Damaskus seien zuvor israelische Aufklärungsflugzeuge über dem Libanon beschossen worden, berichtet die Zeitung Haaretz unter Berufung auf einen Armeesprecher. Die Aufklärungsflugzeuge kehrten demnach unbeschädigt zu ihrer Basis zurück. Der Sprecher machte die Regierungstruppen von Syriens Präsident Baschar al-Assad für den Raketenangriff verantwortlich.

Es sei nach seinem Wissen das erste Mal seit Beginn des Syrien-Konflikts im Jahr 2011, dass Syrien in Richtung israelischer Flugzeuge über dem Libanon geschossen habe, sagte der Armeesprecher. Die Aufklärungsflugzeuge hätten sich in der Nähe der syrischen Grenze befunden.

Der israelische Geheimdienst schließt den Angaben zufolge aus, dass andere Kräfte als die syrischen Regierungstruppen für den Beschuss verantwortlich sind. Zugleich betonte der Armeesprecher, dass es für Israel im „allgemeinen Interesse“ sei, die „relative Stabilität“ in der Region zu bewahren. Israel habe nicht die Absicht, die Situation zu destabilisieren.

Kurz nach dem Angriff traf der russische Verteidigungsministers Sergej Schoigu zu einem Besuch in Israel ein. Dank Russlands Unterstützung für Präsident al-Assad konnte dieser seit 2015 den Bürgerkriegsverlauf zu seinen Gunsten wenden. Israel koordiniert sein Vorgehen mit Moskau, um militärische Zwischenfälle zu verhindern. Russland sei auch in Echtzeit über den Angriff auf den Raketenträger am Montag informiert worden, sagte der Armeesprecher.

Israel hat seit Beginn des Syrien-Konflikts mehrfach militärisch gegen Truppen der syrischen Armee oder ihrer Verbündeten  eingegriffen. So griff die israelische Luftwaffe Mitte März in Syrien einen mutmaßlichen Waffentransport für die schiitische Hisbollah-Miliz an. Syrien reagierte mit Flugabwehrraketen.

Der Iran hat einen weiteren Ausbau seiner militärischen Unterstützung für die syrische Regierung angekündigt und neue Drohungen gegen Israel ausgesprochen. „Wir sind hier in Damaskus, um zusammenzuarbeiten und unseren gemeinsamen Feinden zu trotzen, den Zionisten und den Terroristen“, sagte der iranische Militärchef Mohammad Bakeri am Mittwoch bei einem Besuch in Damaskus laut Reuters.

Der Iran unterstützt die Regierung von Präsident Baschar al-Assad und schiitische Milizen wie die Hisbollah, die im Syrien-Konflikt ebenfalls auf Seiten der Regierungstruppen kämpft. Im Zuge des Kriegs hat die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben fast 100 Mal bewaffnete Konvois der syrischen Armee und der Hisbollah unter Beschuss genommen. Die Regierung in Jerusalem hat die weitere Aufrüstung der Hisbollah durch den Iran oder Syrien als rote Linie für ein militärisches Eingreifen definiert.

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