Saudi-Arabien plant Industrie-Zone am Roten Meer

Saudi-Arabien will seine Wirtschaft diversifizieren.

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Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman am 24.10.2017 in Riad mit dem früheren Siemens-Chef, Klaus-Christian Kleinfeld. Die beiden betreiben das NEOM-Projekt. (Foto: dpa)

Der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman am 24.10.2017 in Riad mit dem früheren Siemens-Chef, Klaus-Christian Kleinfeld. (Foto: dpa)

Saudi-Arabien will mit einer grenzüberschreitenden Industrie- und Geschäftszone die Weichen für eine Zukunft jenseits der Ölförderung stellen. Kronprinz Mohammed bin Salman legte am Dienstag seine Entwicklungspläne für die Region im Grenzgebiet zu Jordanien und Ägypten vor. Geleitet werden soll das bis zu 500 Milliarden Dollar schwere Projekt von einem Deutschen: Der ehemalige Siemens-Lenker Klaus Kleinfeld wird Vorstandschef der Projektgesellschaft NEOM. Der 59-Jährige war als Chef des US-Metallkonzerns Arconic im April unter dem Druck des aktivistischen Hedgefonds Elliott zurückgetreten. Das NEOM-Projekt soll am Roten Meer und dem Golf von Akaba auf einer Fläche von 26.500 Quadratkilometern entstehen, das ist größer als das Bundesland Hessen.

Dort sollen Branchen von der Energie- und Wasserwirtschaft über Biotechnologie bis hin zur Unterhaltungsbranche angesiedelt werden. Insgesamt sind mehr als 500 Milliarden Dollar dafür veranschlagt. Das Geld soll von der Regierung, dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF sowie von in- und ausländischen Investoren aufgebracht werden. Der Golfstaat will sich mit der Ansiedlung anderer Industrien weniger abhängig vom Öl-Export machen.Zur Stromversorgung von NEOM sollen ausschließlich Windkraft und Sonnenenergie genutzt werden. Das künftige Industriezentrum liegt strategisch günstig zwischen Asien, Europa und Afrika, nahe der Schifffahrtsroute durch den Suezkanal.

Saudi-Arabien kündigte am Dienstag an, 20 Milliarden Dollar zu einem Fonds der US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone im Wert von 40 Milliarden Dollar beisteuern zu wollen, berichtet die Financial Times. Yasir al-Rumayyan, der geschäftsführende Direktor des saudischen Public Investment Fund (PIF), sagte, der PIF müsse in „konventionelle Investitionen“ investieren, etwa in medizinische Versorgung und Bildung. PIFs internationale Investitionen umfassen im Rahmen einer Absichtserklärung weitere 20 Milliarden Dollar an einem Infrastruktur-Fonds von Blackstone und 45 Milliarden Dollar am technisch ausgerichteten Vision-Fonds der Softbank
Saudi-Arabien, Investitionen, Öl, Energie, Blackstone, Jordanien

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