Sparkassen: EZB-Entscheidung schlecht für die Sparer

Den deutschen Sparern ist mit der EZB-Entscheidung nicht geholfen.

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Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. (Foto: dpa)

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„Ich sehe wenig Licht und viel Schatten. Denn auch wenn weniger Anleihen gekauft werden, ist es gleichzeitig schlecht, dass die EZB heute ihren gesamten Kurs auf einen längeren Zeitraum festgelegt hat“, bewertet Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), die heutige Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verlängerung bis weit in das Jahr 2018 ist trotz der Temporeduktion eine expansive Maßnahme. Denn die Bilanzsumme des Eurosystems steigt damit weiter an. „Die gute Konjunktur im gesamten Euroraum hätte es der EZB erlaubt, entschlossener umzusteuern“, so Fahrenschon.

Der Preisauftrieb ist zwar noch gering. Doch das kann sich bei weiterhin guter Konjunktur und sich erholenden Arbeitsmärkten perspektivisch schnell ändern. Deshalb ist es kritisch, dass die EZB mit der Verlängerung der Anleihekäufe den Zeitpunkt, zu dem sie dann auch den Leitzins korrigieren kann, immer weiter in die Zukunft verschiebt. Die EZB bleibt bei der Sprachregelung, dass die negativen Zinssätze bis über das Ende des Ankaufprogramms bestehen sollen. „Die EZB schränkt sich damit unnötig ein und nimmt sich für längere Zeit die Möglichkeit, flexibel auf Veränderungen reagieren zu können. Die ultralockere Geldpolitik muss auf besondere Krisensituationen beschränkt bleiben. Die EZB sollte Wege finden, sich selbst und damit auch die Sparer, Kreditinstitute und viele weitere Akteure in ganz Europa aus dieser unnormalen Zinswelt wieder herauszuführen.“

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