USA: 300 wichtige Kennedy-Akten bleiben vorerst unter Verschluss

US-Präsident Trump folgt hinsichtlich der JFK-Akten den Wünschen der Geheimdienste.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic

US-Präsident Donald Trump hat grünes Licht für die Freigabe tausender Dokumente zur Ermordung von John F. Kennedy gegeben, Teile der Geheimakten bleiben aber vorerst weiter unter Verschluss. Wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte, werden einige „sensible“ Dokumente weitere 180 Tage zurückgehalten. Trump sei damit einer Bitte der US-Bundespolizei FBI, des Auslandsgeheimdienstes CIA und weiterer Geheimdienste nachgekommen. Es handelt sich um 300 Kennedy-Akten, die die FT als die „am meisten sensiblen“ bezeichnet. Ob die Dokumente nach sechs Monaten freigegeben werden, muss eine Überprüfung zeigen. CIA-Direktor Mike Pompeo soll laut Politico vor der Veröffentlichung gewarnt haben. Pompeo ist mit dem Umbau der CIA beschäftigt und versucht seit Monaten, die alten Clinton-Netzwerke aufzulösen und die Agentur zu entpolitisieren. Es ist anzunehmen, dass Pompeo in dieser schwierigen Phase keine neue Flanke öffnen will.

Dem Weißen Haus zufolge enthalten die entsprechenden Dokumente Informationen etwa über die Identität und die Rolle von Informanten. Trump habe den Diensten deshalb sechs weitere Monate Zeit gegeben, um darzulegen, warum diese Dokumente nicht veröffentlicht werden sollten. 2.800 bislang unter Verschluss gehaltene Dokumente zum Attentat vom 22. November 1963 auf den damaligen Präsidenten Kennedy sollten hingegen noch am Donnerstag auf der Internetseite des US-Nationalarchivs veröffentlicht werden.

Ein Gesetz verfügte daraufhin ein Jahr später die Veröffentlichung von nahezu allen der rund fünf Millionen Dokumente zu Kennedys Tod. Nur ein Bruchteil fiel unter eine 25-jährige Geheimhaltungsfrist – diese lief nun am 26. Oktober aus. Experten gehen indes nicht davon aus, dass die nun freigegeben Dokumente aufsehenerregende Enthüllungen nach sich ziehen.