Werbemarkt des deutschen Fernsehens stagniert

Die Werbeeinnahmen im Fernsehen dürften im laufenden Jahr stagnieren.

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Die deutschen Fernsehsender können ihre Werbeeinnahmen in diesem Jahr nach Einschätzung des Branchenverbands VPRT kaum steigern. Die Nettoumsätze mit TV-Werbung dürften um 1,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zulegen, prognostizierte der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT). Das wäre das schwächste Marktwachstum seit sechs Jahren.

Damit wagte der Verband einen genaueren Ausblick als die beiden größten werbefinanzierten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1. Beide Rivalen hatten zuletzt nahezu wortgleich die Erwartung geäußert, dass der deutsche TV-Werbemarkt 2017 in etwa das Niveau des Vorjahres erreichen werde. Nach einem Mini-Wachstum von 0,7 Prozent im Jahr 2011 waren es in den darauffolgenden Jahren stets zwei bis vier Prozent gewesen.

Dementsprechend optimistisch war die Branche ins laufende Jahr gestartet, für das der VPRT bisher eine Prognose von zwei bis 2,5 Prozent Marktwachstum ausgegeben hatte. Doch dann buchten Großkunden weniger Werbezeiten als erwartet und folgten damit einem globalen Trend: Weil Konsumgüterkonzerne wie Procter & Gamble und Nestle ihre Budgets kürzten, schraubte auch die weltgrößte Werbeagentur WPP ihre Wachstumsaussichten zurück. ProSiebenSat.1 enttäuschte die eigenen Anleger im laufenden Jahr wiederholt mit einer Korrektur des Ausblicks für den deutschen TV-Werbemarkt.