Iran sieht Russland als Verbündeten im Kampf gegen den Terror

Russland und der Iran treiben ihre Annäherung voran.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Ein vom Büro des iranischen Obersten Religionsführers zur Verfügung gestelltes Bild zeigt Irans Obersten Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, am 01.11.2017 im Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran. (Foto: dpa)

Ein vom Büro des iranischen Obersten Religionsführers zur Verfügung gestelltes Bild zeigt Irans Obersten Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, am 01.11.2017 im Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Teheran. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Mittwoch zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt nach Teheran gereist. Sein iranischer Kollege Hassan Ruhani sagte nach einem Treffen, Irans Zusammenarbeit mit Russland habe „einen großen Effekt im Kampf gegen den Terror“ in Syrien gehabt. Besonders in der „Endphase dieses Kampfes“ sei es wichtig, diese Zusammenarbeit fortzusetzen, meldet die AFP.

Ruhani bezeichnete Russland als „Freund, Nachbar und strategischen Partner“ und sprach sich für die Ausweitung der Kooperation aus. Bei Putins Gesprächen mit Ruhani und Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei stand auch das Atomabkommen auf der Agenda, das von US-Präsident Donald Trump zuletzt in Frage gestellt worden war.

Der Iran und Russland haben verhindert, dass der syrische Präsident Baschar al-Assad wie von den USA und etlichen westlichen Verbündeten gefordert, gestürzt wurde. Zusammen mit der Türkei setzen sie sich seit Anfang des Jahres für eine Beilegung des Konflikts ein und vereinbarten die Schaffung von vier Deeskalationszonen, in denen regionale Waffenruhen zwischen Rebellen und Regierung gelten sollen.

Vor Putins Besuch in Teheran traf sich der russische Generalstabschef Valeri Guerassimow dort mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Bagheri zu Gesprächen über Syrien. Während Putins Besuch unterzeichnete zudem der russische Ölkonzern Rosneft einen „Fahrplan“ mit der Nationalen Iranischen Ölgesellschaft über die Ausbeutung von Öl- und Gasfeldern im Iran.

Am Abend kamen zudem Putin, Ruhani und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew zu einem Dreier-Gipfel zusammen. Vergangenes Jahr hatte es erstmals in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku einen derartigen Gipfel der drei öl- und gasreichen Länder gegeben. Bei dem Treffen sollte es unter anderem um eine Bahnverbindung zwischen dem Iran und Aserbaidschan gehen.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung. Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung! Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***