Putin berät mit Iran über Syrien und Weltpolitik

Russlands Präsident Putin will bei einem Besuch in Teheran die Achse mit dem Iran festigen.

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Der russische Präsident Wladimir Putin (M) leitet am 31.10.2017 in Moskau eine Kabinettssitzung. (Foto: dpa)

Der russische Präsident Wladimir Putin (M) leitet am 31.10.2017 in Moskau eine Kabinettssitzung. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin ist am Mittwoch zu Gesprächen über den Syrien-Konflikt in Teheran eingetroffen. Auch das Atomabkommen mit dem Iran soll bei Putins Treffen mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani und Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei auf der Agenda stehen.

Nach Angaben des Kreml plant der russische Präsident bei Treffen mit der iranischen Führung eine Vielzahl globaler und regionaler Fragen anzusprechen, einschließlich der Lage in Syrien und des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) für den Atomstreit Iran. Das Atomabkommen, das der Iran im Juli 2015 mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland unterzeichnet hat, ist seit einiger Zeit in Gefahr. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt mit der Aufkündigung des Abkommens gedroht und sich im Oktober geweigert, dem US-Kongress zu bestätigen, dass der Iran sich an das Abkommen hält. Dies war laut AFP bei Russland und den anderen Mitunterzeichnern auf scharfe Kritik gestoßen.

Zudem ist bei dem Besuch ein Dreier-Gipfel zwischen Putin, Ruhani und Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew geplant.

Russland, der Iran und die Türkei hatten am Dienstag bei Gesprächen zum Syrien-Konflikt im kasachischen Astana angekündigt, sich für einen Kongress mit Vertretern der Konfliktparteien einzusetzen.

Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS wollen die Parteien die zentralen „Fragen der Zusammenarbeit zwischen Russland, Aserbaidschan und Iran in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Humanität“ erörtern. Außerdem wollen die drei Präsidenten ihre Ansichten über gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung von Terrorismus, Extremismus, Drogenhandel und grenzüberschreitender Kriminalität austauschen. Der Energiesektor steht ebenfalls auf der Tagesordnung. Russland, der Iran und Aserbaidschan wollen bei Infrastrukturprojekten kooperieren. So ist ein gemeinsamer Bau einer Eisenbahntrasse geplant, die voraussichtlich der westliche Teil des Nord-Süd-Verkehrskorridors sein wird.

Putin, Ruhani und Alijew werden laut TASS voraussichtlich eine gemeinsame Erklärung zu den Hauptbereichen der weiteren Zusammenarbeit verabschieden.

In Teheran wird der russische Präsident auch bilaterale Treffen mit den Leitern des Iran und Aserbaidschans abhalten. Neben Gesprächen mit Rouhani wird er auch ein Gespräch mit dem Obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, führen.

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