Russland und Iran gründen gemeinsamen Energie-Korridor

Russland, der Iran und Aserbaidschan signalisieren ihre Bereitschaft, im Ölhandel enger zusammenarbeiten zu wollen.

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Wladimir Putin, der iranische Präsident Hassan Rouhani und der Präsident Aserbaidschans, Ilcham Alijew am 01.11.17 in Teheran. Sie wollen einen gemeinsamen Energie-Korridor bilden. (Foto: dpa)

Wladimir Putin, der iranische Präsident Hassan Rouhani und der Präsident Aserbaidschans, Ilcham Alijew am 01.11.17 in Teheran. (Foto: dpa)

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Bei einem trilateralen Treffen in Teheran zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Alijew und seinem iranischen Amtskollegen Hasan Ruhani erklärte der russische Präsident am Mittwoch die Bereitschaft Russlands, über das aserbaidschanische Pipelinesystem Erdgas in den Norden des Irans zu liefern.

Die Tass zitiert Putin: „Wir sind bereit, Gas über Pipelines von Aserbaidschan in den Norden des Iran zu liefern, was für unsere Partner wirtschaftlich machbar ist. Es ist vollkommen bekannt, dass Russland, der Iran und Aserbaidschan wichtige Förderer von Kohlenwasserstoff-Vorkommen sind. Aber das bedeutet nicht, dass wir miteinander konkurrieren sollten, sondern unsere Bemühungen koordinieren müssen”.

Während Putins Besuch in Teheran unterzeichnete zudem der russische Ölkonzern Rosneft einen „Fahrplan“ mit der Nationalen Iranischen Ölgesellschaft über die Ausbeutung von Öl- und Gasfeldern im Iran.

Russland, Aserbaidschan und der Iran wollen einen Energie-Korridor (Nord-Süd-Korridor) gründen. Das erste trilaterale Treffen zwischen Putin, Alijew und Ruhani für die Gründung eines gemeinsamen Energie-Korridors fand im August 2016 in Baku statt.

„Das Kaspische Meer, das uns miteinander verbindet, ist unser gemeinsamer Reichtum. Es ist ein Meer des Friedens und der Zusammenarbeit – und das sollte so bleiben (…). Russische und iranische Unternehmen sind seit 20 Jahren an der Entwicklung von Öl- und Gasfeldern im aserbaidschanischen Sektor des Kaspischen Meeres beteiligt und tätigen große Investitionen”, zitiert die Nachrichtenagentur Trend News Alijew. Die staatliche aserbaidschanische Ölfirma SOCAR sei an einer Beteiligung an der Öl-Förderung im iranischen und russischen Teil des Kaspischen Meeres interessiert.

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