USA nehmen Visa-Vergabe in der Türkei wieder auf

Die USA nehmen die Visa-Vergabe in der Türkei teilweise wieder auf.

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US-Präsident Donald Trump streitet mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan um die Visa-Vergabe in den beiden Ländern. (Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump mit dem türkischen Präsidenten Recep Erdogan. (Foto: dpa)

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Die USA nehmen ihre Visa-Dienste in der Türkei nach mehrwöchiger Unterbrechung „teilweise“ wieder auf, berichtet AFP. Dies verlautete am Montag aus diplomatischen Kreisen in der Türkei. Die USA hatten am 8. Oktober die Visa-Dienste in der Türkei ausgesetzt, nachdem ein türkischer Mitarbeiter des Istanbuler US-Konsulats festgenommen worden war. Die Türkei reagierte auf den beispiellosen Schritt der US-Regierung ihrerseits mit der Aussetzung ihrer Visa-Dienste in den USA.

Die Entscheidung zur teilweisen Wiederaufnahme der Dienste erfolgte einen Tag vor einer Reise des türkischen Ministerpräsidenten Binali Yildirim nach Washington, bei der auch die Visa-Krise auf der Agenda stehen soll. Dem festgenommenen US-Konsulatsmitarbeiter werden von der türkischen Justiz Spionage und Verwicklung in den Putschversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen.

Der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet, dass die türkische Regierung bald ihrerseits die Visa-Vergabe in den USA wiederaufnehmen werde.

Die Nachricht der teilweisen Wiederaufnahme der Visa-Vergabe hat der türkischen Lira einen Schub gegeben. Der Kurs zum Dollar stieg deutlich an.

Die guten Nachrichten sind wichtig für die Stabilität der Lira. Der Kurs der türkischen Währung war erst am Freitag nach neuen Inflationsdaten erneut unter Druck geraten. Am Morgen musste für einen Euro zeitweise 4,4691 Lira gezahlt werden und damit fast so viel wie Mitte Oktober, als die Lira auf ein Rekordtief gefallen war und bis zu 4,5211 Lira für einen Euro gezahlt werden mussten.

Als Ursache für die Kursverluste zum Wochenschluss gelten neue Daten zur Preisentwicklung in der Türkei. Im Oktober lag die Inflation bei 11,9 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2008. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten nur mit einer Teuerung von 11,5 Prozent gerechnet.

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