Indien gewährt US-Marine Zutritt zu russischem Atom U-Boot

Ein Zwischenfall auf einem indischen U-Boot könnte die miltärischen Beziehungen zwischen Russland und Indien empfindlich stören.

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Russlands Präsident Putin mit dem indischen Premier Narendra Modi am Samstag beim BRICS-Gipfel im indischen Goa. Sie streiten sich um die Rechte auf einem U-Boot. (Foto: dpa)

Russlands Präsident Putin mit dem indischen Premier Narendra Modi am Samstag beim BRICS-Gipfel im indischen Goa. (Foto: dpa)

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Einem Bericht der russischen Zeitung Kommersant zufolge soll zwischen Russland und Indien zu einem Zerwürfnis gekommen sein. Das russische Verteidigungsministerium vermutet, dass Indien Vertretern der US-Marine Zugang zu einem russischen Atom-U-Boot gewährt hat, das seit 2011 von der indischen Marine genutzt wird.

Das betroffene U-Boot „INS Chakra” wurde im Rahmen eines Leasing-Vertrags an Indien übertragen, da der Verkauf von Atomwaffen-Trägern international verboten ist. Nach Angaben des russischen Blatts belastet diese Entwicklung das Leasing-Geschäft eines zweiten U-Boots an Indien. Zudem sei die künftige militärisch-technische Zusammenarbeit in Gefahr. Staatliche Quellen haben Kommersant bestätigt, dass „es unfreundliche Handlungen gegenüber Russland” gegeben habe. Bei den US-Marinesoldaten soll es sich um „gut ausgebildete, technische Spezialisten” gehandelt haben, wobei es unwahrscheinlich sei, dass diese irgendwelche Informationen sammeln konnten. Eine Delegation der US-Marine soll auch den indischen Flugzeugträger „Vikramaditya” besucht haben, der zuvor von Russland an Indien verkauft wurde.

Russlands Vize-Premier Dmitri Rogosin wird im Dezember nach Indien reisen. Eigentlich war geplant, einen zweiten Leasing-Vertrag für ein weiteres Atom-U-Boot zu schließen.

Indien verfügt über neun U-Boote, einen Flugzeugträger, fünf Lenkwaffenzerstörer, sechs Lenkflugkörper-Fregatten, vier Minen-Schiffe und ein Öl-Tank-Schiff russischen Fabrikats, berichtet Global Security. Das Land verfügt über die fünftgrößte Marine der Welt.

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