Bank of America: Investoren gehen voll ins Risiko

Einer Umfrage der Bank of America zufolge befindet sich ein Großteil der Investoren inzwischen in einem Zustand der irrationalen Euphorie.

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Ein Händler der Rohstoffbörse in der City of London im Jahr 2011. Auch die Bank of America investiert wieder riskanter. (Foto: dpa)

Ein Händler der Rohstoffbörse in der City of London im Jahr 2011. (Foto: dpa)

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Bei Investoren gibt es derzeit deutliche Anzeichen für eine „irrationale Euphorie“. Dieses Ergebnis lieferte die Auswertung der monatlichen Umfrage unter Fondsmanagern, teilte die Bank of America Merrill Lynch mit. Die Risikofreude der Anleger sei auf Rekordhoch, während die Bargeld-Bestände der Fonds so niedrig lägen wie zuletzt vor vier Jahren.

Obwohl 48 Prozent der Befragten Aktien als überteuert bezeichneten, setzten Fondsmanager verstärkt auf diese Anlageklasse, hieß es weiter. Die Aktienquote von Hedgefonds, die im Gegensatz zu Lebensversicherern oder Pensionsfonds größeren Spielraum bei der Auswahl ihrer Investitionsobjekte haben, liege auf einem Elf-Jahres-Hoch. Besonders beliebt seien Papiere aus der Euro-Zone und den Schwellenländern. Um britische Dividendentitel machten Investoren dagegen eher einen Bogen.

Zum sechsten Mal in Folge wurden Investitionen im technologie-lastigen Nasdaq-Index von den Befragten als „attraktivstes Handelsobjekt“ gewählt. Bank of America teilte zudem mit, dass inzwischen 16 Prozent der Anleger ein deutlich höheres Risiko als normalerweise bei ihren Investitionen eingehen – dieser Wert liegt damit so hoch wie nie.

„Ikarus fliegt immer näher an die Sonne heran“, wird der Chefstratege der Bank, Michael Hartnett von der Financial Times zitiert. „Das Risikobedürfnis der Anleger ist auf einem Rekordhoch. Während eine rekordhohe Anzahl an Managern sagt, dass Aktien überbewertet sind, sinken zeitgleich die Bargeldbestände – ein deutliches Anzeichen für irrationalen Überschwang.“