Siemens und Airbus wollen Elektro-Flugzeug entwickeln

Siemens und Airbus wollen gemeinsam mit Rolls Royce ein Hybridflugzeug entwickeln.

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Der Entwurf, zur Verfügung gestellt von Airbus am 28.11.2017 zeigt das Hybrid-Testflugzeug Airbus e-FanX. (Foto: dpa)

Der Entwurf, zur Verfügung gestellt von Airbus am 28.11.2017 zeigt das Hybrid-Testflugzeug Airbus e-FanX. (Foto: dpa)

Siemens und Airbus wollen zusammen mit dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce einen Elektro-Hybridantrieb für Flugzeuge entwickeln. Der „E-Fan X“ genannte Antrieb soll 2020 erstmals fliegen, wie die Partner am Dienstag mitteilten. „Der E-Fan X ist ein wichtiger Schritt, um Fliegen mit Elektroantrieb in absehbarer Zeit zur Realität werden zu lassen“, sagte der Chief Technology Officer (CTO) von Airbus, Paul Eremenko. „Wir sehen hybride Elektroantriebe als überzeugende Technologie für die Zukunft der Luftfahrt.“ Airbus, Siemens und Rolls-Royce stellten das Projekt vor der Royal Aeronautical Society in London vor.

Zunächst soll bei den Versuchen eines von vier Düsen-Triebwerken an einer BAe 146 – einem Passagierflugzeug aus den 1980er Jahren – durch einen zwei Megawatt starken Elektro-Motor von Siemens ersetzt werden, später auch ein zweites. Der Strom für den Motor soll von einem Generator von Rolls-Royce erzeugt werden. Sind die Tests erfolgreich, würde ein Flugzeug dafür konstruiert werden.

Siemens und Airbus arbeiten in Ottobrunn bei München bereits seit April 2016 an einem Elektroantrieb für kleinere Flugzeuge, sogenannte „Lufttaxis“ – bisher allerdings nur am Boden. Im Oktober hatte ein Start-up-Unternehmen aus Seattle bereits ein kleines Zubringerflugzeug mit einem Elektro-Hybridmotor für das Jahr 2022 angekündigt. Das Projekt wird von Boeing und JetBlue Airways mit Risikokapital unterstützt.