Saudi-Arabien lässt Prinzen gegen Lösegeld frei

Berichten zufolge wurde einer der inhaftierten Prinzen in Saudi-Arabien gegen ein Lösegeld freigelassen.

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Der de facto-Herrscher Saudi-Arabiens, Kronprinz Mohammed bin Salman, hat die Freilassung eines anderen Prinzen gegen Lösegeld erlaubt. (Foto: dpa)

Der de facto-Herrscher Saudi-Arabiens, Kronprinz Mohammed bin Salman. (Foto: dpa)

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Der saudische Prinz Miteb bin Abdullah ist einem Beamten zufolge gegen die Zahlung einer hohen Summe freigelassen worden. Der Sohn des verstorbenen Königs Abdullah und frühere Kommandeur der mächtigen Nationalgarde sei am Dienstag entlassen worden, nachdem zuvor eine „vertretbare Vergleichsvereinbarung“ mit den Behörden getroffen worden sei, sagte ein Beamter am Mittwoch laut Reuters.

Die vereinbarte Summe wurde nicht offiziell mitgeteilt. Es sei aber davon auszugehen, dass die Zahlung bei umgerechnet mehr als einer Milliarde Dollar liege, berichtet Bloomberg. Zudem schließe der Vergleich wohl das Einräumen von Korruptionsvorwürfen des einst selbst als Thronanwärter geltenden Prinzen ein.

Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed hat seine Macht deutlich ausgebaut und Anfang des Monats im Rahmen von Anti-Korruptionsermittlungen Dutzende Mitglieder der königlichen Familie, Minister und Beamte festnehmen lassen. Zuvor hatte König Salman dem Kronprinzen die Leitung der neu geschaffenen Anti-Korruptionsbehörde übertragen und damit dessen Kontrolle über den Sicherheitsapparat des Landes gefestigt.

Dem Beamten zufolge wurde mit drei weiteren wegen Korruptionsverdacht Festgenommenen ein Vergleich geschlossen. Mit mehreren Beschuldigten werde noch verhandelt, sie gegen Geldbeträge wieder freizulassen. Prinz Miteb war unter anderem Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen worden. Anderen Beteiligten wird Bestechung und Erpressung zur Last gelegt. Nach Einschätzung von Beobachtern zielen die Maßnahmen auch darauf ab, Opposition gegen Kronprinz Mohammed zu beseitigen.