Westliche Atommächte boykottieren Nobelpreis

Die drei westlichen Atommächte USA, Großbritannien und Frankreich werden der diesjährigen Nobelpreisverleihung fernbleiben.

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Frankreichs Präsident Emanuel Macron mit der britischen Premierministerin Theresa May. (Foto: dpa)

Frankreichs Präsident Emanuel Macron mit der britischen Premierministerin Theresa May. (Foto: dpa)

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Entgegen der Tradition werden die diplomatischen Vertreter der westlichen Atommächte in diesem Jahr nicht an den Feierlichkeiten zur Übergabe des Friedensnobelpreises teilnehmen, berichtet AFP. Die USA, Frankreich und Großbritannien hätten das Nobel-Institut vergangene Woche davon in Kenntnis gesetzt, teilte das Institut am Donnerstag in Oslo mit. Am 10. Dezember wird die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) in der norwegischen Hauptstadt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Von den neun Ländern, die über Atomwaffen verfügen, werden nur Russland und die inoffizielle Atommacht Israel einen Vertreter zu der Veranstaltung in der norwegischen Hauptstadt schicken. „Das ist enttäuschend, aber ein Signal dafür, dass unsere Kampagne (…) etwas bewirkt“, erklärte Ican-Chefin Beatrice Fihn im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Ican hatte sich maßgeblich für den von 122 UN-Staaten unterzeichneten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen eingesetzt.