Bitcoin droht strenge Regulierung in der EU

Kryptowährungen müssen damit rechnen, in der EU künftig Transparenz wegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung zu gewähren.

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Blöcke gemined am 2. September 2017. Bitcoin ist anfällig für Geldwäsche. (Screenshot: blockchain.info)

Blöcke gemined am 2. September 2017. (Screenshot: blockchain.info)

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Großbritannien macht sich innerhalb der EU dafür stark, dass die scharfen Regeln gegen Geldwäsche auch für derzeit boomenden Digitalwährungen wie Bitcoin gelten sollen. Laut Reuters, das sich auf britische Medien beruft, hat ein Vertreter des Finanzministeriums dem Parlament in London entsprechende Pläne skizziert. Demnach sollten Plattformen für Kryptowährungen und Betreiber von virtuellen Geldbörsen künftig auch den Aufsichtsregeln zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terror-Finanzierung unterliegen. Dies würde bedeuten, dass die betroffenen Unternehmen von nationalen Regulierungsbehörden beaufsichtigt würden. Das Finanzministerium geht davon aus, dass die Verhandlungen über die Ergänzung von EU-Regeln Ende des Jahres oder Anfang 2018 abgeschlossen werden können. Dann sollen Händler ihre Identität preisgeben und verdächtige Aktivitäten um Bitcoin oder Ethereum melden müssen.

Die weltgrößte Derivatebörse CME darf ab dem 18. Dezember einen Terminkontrakt auf die virtuelle Währung handeln. Ihre Rivalin CBOE erhielt ebenfalls grünes Licht für einen Future. Mit diesen Papieren können Investoren auf steigende und fallende Kurse wetten. Die Aussicht auf einen Bitcoin-Future sind mit ein Grund für das rund 1000-prozentige Kursplus der vergangenen Monate.