Trump im Senat geschwächt: Demokrat Jones gewinnt Alabama

Die Mehrheit der Mehrheit der Republikaner im Senat schrumpft: Nach der Alabama-Wahl steht es nur noch 51 zu 49.

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Der Demokrat Doug Jones hat den Republikanern den Senatssitz des konservativen US-Bundesstaates Alabama abgejagt und Präsident Donald Trump eine Schlappe beigebracht. Dessen Republikaner haben im Senat nur noch eine Mehrheit von 51 zu 49 Stimmen. Für Trump dürfte es schwieriger werden, wichtige Vorhaben durch das Parlament zu bekommen. Jones, ein 63-jähriger früherer Staatsanwalt, gewann in der Nachwahl gegen den von Trump unterstützten, erzkonservativen Republikaner Roy Moore. Trump gratulierte Jones per Twitter zum Sieg. Die Republikaner würden in sehr kurzer Zeit noch einmal eine Chance haben, diesen Sitz im Senat zu erobern, schrieb Trump. „Es endet nie!“

Allerdings hätte es für Trump auch nach einem Sieg von Moore, der unter anderem von Steve Bannon aktiv unterstützt wurde, keine Entspannung im Senat gegeben. Zahlreiche Republikaner hatten sich offen gegen Moore ausgesprochen. Die Plattform von Bannon, Breitbart, hatte berichtet, dass die Republikaner geplant hätten, Moore nur begenzt in ihren Kreis im Senat aufzunehmen.

Beide Kandidaten hatten in den letzten Umfragen nahezu gleichauf gelegen. Die republikanische Partei war bei Moores Kandidatur gespalten, denn dem 70-jährigen früheren Richter am Obersten Gericht Alabamas wird vorgeworfen, vor Jahrzehnten Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Moore weist dies zurück. Trotz der Vorwürfe und des Abrückens republikanischer Politiker hatte Trump an Moore festgehalten. „WÄHLT ROY MOORE“, hatte Trump die Wähler per Twitter aufgefordert.

Jones, der anfangs in Umfragen deutlich hinter Moore zurückgelegen hatte, machte nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe den Wahlkampf zu einem Referendum über Anstand und Ehrsamkeit.

Jones ist der erste Demokrat in einem Vierteljahrhundert, der einen Senatssitz für Alabama erobern konnte. Dieser war freigeworden, als der frühere Inhaber Jeff Sessions, ein Republikaner, zum Justizminister ernannt wurde.