USA: Firmen setzen Roboter ein, um Obdachlose zu vertreiben

In San Francisco mehren sich Auseinandersetzungen zwischen Robotern und Bürgern.

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In San Francisco setzen inzwischen mehrere Unternehmen Roboter ein, um Obdachlose von ihrem Firmengelände zu vertreiben. Wie die San Francisco Business Times berichtet, ist es deshalb in den vergangenen Wochen mehrfach zu tätlichen Ausschreitungen gegen die Maschinen gekommen.

So soll das örtliche Tierheim seit November Roboter angestellt haben, um für Sicherheit rund um das Gelände zu sorgen. „Seitdem das Tierheim die Roboter benutzt haben sich die Obdachlosen-Siedlungen aufgelöst und es gab weniger Auto-Aufbrüche im Parkhaus. Zwar ist nicht klar, ob das wirklich an den Robotern liegt, aber es gibt eine auffällige Korrelation. Die Menschen in den Zeltstädten zeigten sich mindestens einmal erbost über die patrouillierenden Roboter. So sollen Roboter verhüllt, umgeschmissen oder mit Sauce beschmiert worden sein“, berichtet die Zeitung.

Zudem haben sich mehrere Bürger beschwert, dass sie fast von den Maschinen umgefahren worden seien, als sie auf dem Bürgersteig liefen.

Dem Finanzblog Zerohedge zufolge schaffen sich Unternehmen die Roboter an, weil deren Betrieb etwa 7 Dollar pro Stunde kostet. Würden sie menschliches Wachpersonal einstellen, müssten sie die in Kalifornien üblichen 10 Dollar Mindestlohn zahlen.

Die Roboter des Herstellers Knightscope können bis zu 5 Kilometer pro Stunde schnell fahren, sind etwa 1,60 Meter hoch und wiegen bis zu 200 Kilogramm. Sie sind mit vier Kameras ausgestattet und können damit bis zu 300 Nummernschilder pro Minute überprüfen. Die Roboter senden einen Alarm aus, wenn sie gesuchte Personen filmen.