Deutsche Mittelständler entdecken China für sich

Immer mehr deutsche Familienunternehmen entdecken China für sich.

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Verlässliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen wie in China sind für große, international tätige Familienunternehmen essenzielle Voraussetzungen. (Foto: dpa)

Verlässliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen wie in China sind für große, international tätige Familienunternehmen essenzielle Voraussetzungen. (Foto: dpa)

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Die Türkei und Russland bieten einer Studie zufolge unter den wichtigsten Schwellenländern die attraktivsten Standortbedingungen für deutsche Familienunternehmen. Angesichts der unsicheren rechtsstaatlichen Entwicklung in den beiden Staaten rücke China aber dichter heran, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

Ausführliche Informationen finden Sie im DWN-Magazin.

Ausführliche Informationen finden Sie im DWN-Magazin „China kommt“.

Die Volksrepublik biete Investoren ein stabileres politisch-institutionelles Umfeld. Verträge könnten dort relativ schnell und effizient vor Gericht durchgesetzt werden.

„Die Türkei und Russland müssen aufpassen, dass sie ihre Attraktivität als Standort für Familienunternehmen nicht wegen wachsender Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit verspielen“, sagte Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer. „Verlässliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen sind für große, international tätige Familienunternehmen für ein entsprechendes Engagement im Ausland essenzielle Voraussetzungen.“

Auf den Plätzen dahinter folgen Mexiko, Indien und Brasilien. Für den Länderindex wurden Kriterien wie Steuern, Arbeit, Regulierung, Finanzierung und Infrastruktur untersucht. Südafrika ist wegen mangelnder Daten nicht im Ranking enthalten. Beim Schutz von Eigentumsrechten liegt Russland nach der Türkei auf dem letzten Platz der untersuchten Schwellenländer. In China werden mangelhafte Datennetze sowie der vergleichsweise niedrige Bildungsstand und der damit einhergehende Mangel an Fachkräften als Hürden gesehen.