FBI ermittelt gegen Clinton-Stiftung

Das FBI nimmt die umstrittene Stiftung der Clinton-Familie ins Visier.

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Hillary Clinton vor dem Benghazi-Untersuchungsausschuss in Washington. (Foto: dpa)

Hillary Clinton vor dem Benghazi-Untersuchungsausschuss in Washington. (Foto: dpa)

Die US-Bundespolizei FBI hat Medienberichten zufolge die Stiftung des früheren Präsidenten Bill Clinton ins Visier genommen. Ermittelt wird wegen des Verdachts politischer Gefälligkeiten im Gegenzug für Spenden an die Clinton Foundation, wie am Freitag unter anderem der Nachrichtensender CNN und die Zeitung „New York Times“ berichteten. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum 2009 bis 2013, als Clintons Ehefrau Hillary US-Außenministerin war.

Die Behörde hatte bereits 2017 mit einer Überprüfung der Vorwürfe begonnen.

Im November informierte Justizminister Jeff Sessions das Parlament darüber, sein Ministerium lasse die Rolle der Clinton-Stiftung beim Verkauf eines Uran-Unternehmens an Russland vor vier Jahren untersuchen.

Dabei geht es um den Verkauf der kanadischen Firma Uranium One an den russischen Staatskonzern Rosatom zur Amtszeit von Trumps Vorgänger Barack Obama. Rosatom erlangte dadurch die Kontrolle über ein Fünftel der US-Uranbestände. Obama genehmigte den Deal im Jahr 2010. Zuvor hatte Uranium One die Clinton-Stiftung mit mehreren Spenden bedacht.

Ein Sprecher von Hillary Clinton sagte dem Nachrichtenportal „The Hill“ nun, die FBI-Ermittlungen seien „Betrug“. Sessions habe auf Trumps Geheiß gehandelt. Die Stiftung sei immer wieder Ziel „politisch motivierter Anschuldigungen“ geworden, die sich jedes Mal als falsch herausgestellt hätten.