Singapur deckt Diebstahl-Serie an Erdöl-Raffinerie auf

Die singapurischen Behörden haben eine groß angelegte Diebstahlserie in einer Raffinerie des Ölkonzerns Shell aufgedeckt.

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Der Hafen von Singapur. (Foto: dpa)

Der Hafen von Singapur. (Foto: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Singapurs hat am Donnerstag elf Männer angeklagt, denen eine groß angelegte Diebstahlserie in einer Raffinerie des Ölkonzerns Shell zur Last gelegt wird, wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet. Gegen sechs weitere Personen wird demnach noch ermittelt.

Im Zuge der Ermittlungen wurden den Behörden zufolge 3,05 Millionen Singapur-Dollar in bar und ein kleines Tankschiff gefunden. Die Raffinerie befindet sich in dem Industriegebiet Pulau Bukom und ist die weltweit größte vollständig im Besitz von Shell befindliche Raffinerie mit einer maximalen täglichen Raffinerie-Kapazität von 500.000 Barrel (159 Liter je Barrel) Rohöl.

Reuters zufolge könnte der aufgedeckte Diebstahl Teil eines noch größeren Betrugs-Systems sein. Singapur ist einer der weltweit wichtigsten Handelsplätze für Erdöl, weil ein Großteil des Öls aus dem Mittleren Osten durch die Gewässer des Stadtstaates transportiert wird, bevor es an Kunden in China, Südkorea oder Japan ausgeliefert wird. Singapur ist zudem Südostasiens größter Raffinerie-Standort und der weltweit größte Auftankhafen für die Schifffahrt.