Union und SPD wollen Glyphosat-Einsatz stoppen

Union und SPD haben sich darauf verständigt, den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat in Deutschland drastisch zu reduzieren.

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Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. Der Einsatz soll gestoppt werden. (Foto: dpa)

Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. (Foto: dpa)

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Union und SPD wollen den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat drastisch reduzieren. Nach dem am Freitag Reuters vorliegenden Sondierungspapier soll der Einsatz der Chemikalie in der Landwirtschaft deutlich eingeschränkt werden. Ziel sei es, den Einsatz von Glyphosat grundsätzlich zu beenden.

Glyphosat wird für das Insektensterben und den Rückgang der Artenvielfalt in der Natur verantwortlich gemacht. Nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation ist die Chemikalie wahrscheinlich auch krebserregend. Untersuchungen von europäischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden sowie aus Kanada und Japan bestätigen diesen Verdacht nicht. Der Wirkstoff wird seit 40 Jahren massenhaft auf Feldern eingesetzt.

Er ist Kernbestandteil im umsatzstarken Mittel Roundup des US-Saatgutriesen Monsanto, den Bayer für mehr als 60 Milliarden Dollar kaufen will.