Softbank investiert hunderte Millionen in Berliner Startup Auto1

Die japanische Softbank wird Insidern zufolge hunderte Millionen Euro in das Berliner Startup Auto1 investieren.

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Das Berliner Startup Auto1 hat Insidern zufolge einen prominenten Investor gewonnen. Der japanische Telekomkonzern Softbank stecke über seinen Technologiefonds Vision Fund 460 Millionen Euro in die Gebrauchtwagen-Plattform, sagten dem Unternehmen nahestehende Personen am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Damit werde Auto1 nun mit 2,9 Milliarden Euro bewertet. Das Investment bestehe zur Hälfte aus neu ausgegebenen Aktien. Das frische Kapital will die vor sechs Jahren gegründete Firma demnach für ihr Wachstum nutzen und um in weitere Länder zu expandieren. Die „Financial Times“ hatte zuerst über die Finanzspritze berichtet.

Softbank hat sich in jüngster Zeit einen Namen als Geldgeber für Technologieunternehmen gemacht. Der Vision Fund gehört mit mehr als 90 Milliarden Dollar zu den derzeit größten Fonds der Welt und hat unter anderem in den Büroflächen-Anbieter WeWork und den Messenger-Dienst Slack investiert.

Auto1 bezeichnet sich als Online-Marktplatz für den Zu- und Abverkauf von Gebrauchtwagen. Nach eigenen Informationen wurden 2016 mehr als 300.000 Fahrzeuge verkauft. Der Umsatz lag bei 1,5 Milliarden Euro. Auto1 ist in mehr als 30 Ländern aktiv und gilt als führende Plattform in Europa. Bei der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Mai hatte Auto1 360 Millionen Euro eingenommen. Damals sollen sich Medienberichten zufolge die Finanzinvestoren Baillie Gifford und Target Global beteiligt haben. Gerüchte, dass Auto1 bald an die Börse gehen könnte, haben die Gründer bisher immer zurückgewiesen.