Frankreich bringt Türkei-Offensive vor UN-Sicherheitsrat

Der UN-Sicherheitsrat wird sich auf Antrag Frankreichs mit der türkischen Offensive in Syrien befassen.

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Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Montag in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage in Syrien beschäftigen. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian teilte am Sonntagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit, dass Paris nach dem Beginn der Militäroperation der Türkei in Syrien ein Treffen des Gremiums gefordert habe. Türkische Streitkräfte waren zuvor in die nordsyrische Provinz Afrin eingerückt, um von dort eine mit den USA verbündete Kurdenmiliz zu vertreiben. Ziel der „Operation Olivenzweig“ ist nach den Worten von Ministerpräsident Binali Yildirim die Schaffung einer 30 Kilometer breiten Sicherheitszone. Die Türkei hatte die Offensive mit Luftangriffen in der Nacht zu Freitag begonnen.

Die Türkei stellt sich mit der Offensive gegen die von den USA unterstützte YPG, die Ankara als Terrororganisation bezeichnet.

Es ist unklar, inwieweit die türkische Aktion mit Zustimmung oder Duldung der USA und Russlands geschieht. Haaretz berichtet, dass Russland seine Zustimmung gegeben haben muss, weil Russland den Luftraum über Afrin beherrscht. Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS hält sich bedeckt und zitiert lediglich die türkische Ankündigung in der Zeitung Yenisafak, dass die Offensive nur kurz dauern werde. Auch die syrische Nachrichtenagentur SANA verweist auf das baldige Ende der Offensive und zitiert die iranische Regierung, dass diese ebenfalls von einer kurzen Dauer der Kampfhandlungen ausgehe.

US-Verteidigungsminister James Mattis sagte, dass die Türkei die US-Regierung vor dem Beginn der Offensive informiert habe.