Russische Fonds wollen sich an Aramco-Börsengang beteiligen

Investmentfonds aus Russland und China zeigen Interesse an dem geplanten Börsengang von Saudi Aramco.

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Russische Fonds wollen sich an dem milliardenschweren Börsengang des saudi-arabischen Ölkonzerns Saudi Aramco beteiligen und erhoffen sich dadurch mehr Mitbestimmung im Rohölmarkt. „Es wäre sehr hilfreich für den Markt, wenn eine solche Kooperation über mehrere Jahre ausgebaut wird“, sagte der Chef des russischen Direct Investment Fonds, Kirill Dmitriev am Dienstag.

Auch die Chinesen könnten mit an Bord genommen werden, betonte Dmitriev. „Wir sehen ein großes Interesse an dem Aramco-Börsengang von russischen Pensionsfonds, aber auch von unseren chinesischen Partnern.“

Die Ölpreise notierten am Dienstag in der Nähe ihrer Mitte Januar erreichten Drei-Jahres-Hochstände. Die richtungsweisende Öl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 0,7 Prozent auf 69,49 Dollar je Barrel. Der Preis für ein Fass des US-Leichtöls WTI stieg ebenfalls um 0,7 Prozent auf 64,04 Dollar.

Investoren decken sich derzeit wieder stärker mit Öl ein, weil sie auf eine anziehende Weltwirtschaft spekulieren. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die globale Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr um jeweils 3,9 Prozent zulegt.

Saudi-Arabien will bis zu fünf Prozent der Anteile an Aramco an die Börse bringen und damit schätzungsweise 100 Milliarden Dollar erlösen. Insidern zufolge ist die Platzierung für die zweite Jahreshälfte geplant. Die Bewertung ist jedoch umstritten. Manche Beobachter stufen die Bewertung des Unternehmens durch die Regierung in Riad als überhöht ein.