Saudi-Koalition im Jemen: Kämpfe gegen eigene Verbündete

Die saudische Militär-Koalition im Jemen zeigt Zerfallserscheinungen.

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Im Süden des Jemen ist es zu schweren Gefechten zwischen Separatisten und den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen gekommen. Die Saudis arbeiten mit den USA und Großbritannien im Jemen zusammen. Bei den Kämpfen wurden nach Angaben von Medizinern am Sonntag laut Reuters mindestens zehn Menschen getötet. Mehr als 80 Personen seien bei den Schießereien in Aden verletzt worden. Die Kämpfe begannen, nachdem eine Frist der Separatisten abgelaufen war. Sie forderten die Entlassung der Regierung von Ministerpräsident Ahmed bin Daghr, der sie Korruption und Missmanagement vorwerfen. Die Regierung weist dies zurück.

Jemens Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi lebt im saudi-arabischen Exil. Seine Regierung wird von dem Königreich unterstützt. Auf der Seite der Separatisten stehen die Vereinigten Arabischen Emirate. Beide Parteien hatten einst gemeinsam gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen gekämpft, die ihre Hochburg im Norden des Landes haben. Durch den neuen Konflikt dürften sie aber im Kampf gegen die Huthi geschwächt werden.