US-Börsenaufsicht stoppt neue Cyberdevise wegen Betrugsverdacht

Die US-Börsenaufsicht hat eine neue Cyberdevise wegen Betrugsverdachts gestoppt.

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Die US-Börsenaufsicht SEC hat die eine Milliarde Dollar schwere Ausgabe einer neuen Kryptowährung durch ein texanisches Geldhaus wegen Betrugsvorwürfen gestoppt. Die AriseBank aus Dallas habe für ihr Vorhaben bei Investoren mit dem falschen Hinweis geworben, dass sie eine Bank gekauft habe, die von der amerikanischen Einlagensicherung FDIC abgedeckt werde, teilte die Behörde am Dienstag mit. Zudem habe das Institut die kriminelle Vergangenheit von Top-Managern verschwiegen. Zum Schutz der Investoren vor diesem „offensichtlichen Schwindel“ habe die SEC einen richterliche Verfügung gegen die Ausgabe der Internetdevise (Initial Coin Offering, ICO) erwirkt. Das Gericht ordnete zudem ein Einfrieren von Vermögenswerten der AriseBank an und setzte einen Verwalter für die Gelder ein, die von einem ICO-Betrug betroffen sind.

Die Bank hatte mit dem Verkauf der Kryptowährung AriseCoin um den 26. Dezember begonnen. Bis zum 27. Januar sollte er abgeschlossen sein, die Auszahlung der neuen Kryptowährung an Investoren erfolgen bis zum 10. Februar. Bitcoin und andere Cyberdevisen boomen derzeit. Doch die staatliche Regulierung und die Überwachung des enorm schwankenden Handels stecken noch in den Kinderschuhen. Zudem werden die Kryptowährungen immer wieder mit Geldwäsche und anderen kriminellen Machenschaften in Verbindung gebracht. Auch die Sicherheit wird immer wieder infrage gestellt. Aufseher und Politiker warnen deswegen vor Investitionen in das Internetgeld.

Erst kürzlich erbeuteten Hacker bei der japanischen Kryptobörse Coincheck Coins der Cyberdevise Xem im Volumen von mehr als 500 Millionen Dollar. Laut der Nem-Stifung, die hinter dieser Digitalwährung steht, versuchen die Diebe inzwischen einen Teil ihrer Beute auf mehreren Kryptobörsen zu verkaufen