Pharma-Unternehmen Stada mit fünftem Chef in zwei Jahren

Im Zuge der immer noch andauernden Übernahme des deutschen Pharmaherstellers Stada durch Finanzinvestoren kommt es erneut zu einem Wechsel and er Spitze.

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Beim Arzneimittelhersteller Stada geben sich die Vorstandschefs weiterhin die Klinke in die Hand. Nach nur vier Monaten im Amt steht für Chef Claudio Albrecht schon ein Nachfolger fest. Zum 1. September solle Peter Goldschmidt, der das Nordamerikageschäft der Novartis-Generikatochter Sandoz verantwortet, neuer Vorstandsvorsitzender werden, teilte Stada am Donnerstag mit.

Albrecht, der frühere Chef des Generikaherstellers Ratiopharm, hatte Ende September vergangenen Jahres die Führung des Unternehmens übernommen und hatte die Finanzinvestoren Bain und Cinven bei der Übernahme von Stada beraten.

Albrechts Vorgänger Engelbert Tjeenk Willink hatte seinen Posten erst im Juli angetreten, galt aber von vorneherein nur als Zwischenlösung. Ihm war Matthias Wiedenfels vorausgegangen, der rund ein Jahr an der Unternehmensspitze stand, nachdem der langjährige Chef Hartmut Retzlaff im Frühsommer 2016 seinen Hut nehmen musste.

Die 5,3 Milliarden schwere Übernahme ist noch nicht abgeschlossen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung wollen Bain und Cinven am Freitag einen Gewinnabführungsvertrag von den Aktionären absegnen lassen, um auf die Kasse zuzugreifen. Dazu brauchen sie die Zustimmung weiterer Aktionäre.