US-Solarindustrie rutscht in die Krise

In der US-amerikanischen Solarindustrie sind im vergangenen Jahr tausende Arbeitsplätze verschwunden.

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In der US-Solarindustrie sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr fast 10.000 Stellen gestrichen worden. Damit sei die Zahl der Arbeitsplätze in der Wachstumsbranche erstmals in den vergangenen Jahren rückläufig, teilten die Marktforscher von der Solar Foundation am Mittwoch mit. Die Zahl der Stellen fiel um 3,8 Prozent auf 250.271.

Es seien sowohl weniger Solaranlagen bei Einfamilienhäusern installiert worden als auch weniger Großprojekte verwirklicht worden. Auch die Unsicherheit über Zölle auf importierte Solarzellen habe sich negativ ausgewirkt.

2016 hatte die Branche in den USA Rekordwerte verbucht, weil Steuererleichterungen zum Jahresende zunächst auslaufen sollten. Die Verlängerung der Vergünstigung durch den Kongress wirke sich nur zeitverzögert auf die Auftragsbücher aus. Im kommenden Jahr rechnet die Stiftung wieder mit einer Zunahme der Stellen in der Branche. Die Voraussagen seien aber vor der Ankündigung von Schutzzöllen auf importierte Solaranlagen getroffen worden. Der Branchenverband Seia hatte nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump Ende Januar mitgeteilt, durch den Schritt könnten allein in diesem Jahr rund 23.000 Arbeitsplätze wegfallen.