China bereitet Einfuhr-Zölle für Waren aus den USA vor

Die chinesische Regierung bereitet derzeit Restriktionen für mehrere Produktkategorien aus den USA vor.

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Die Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt, China und den USA, vergrößern sich. Seit Dienstag müssen Unternehmen in der Volksrepublik für den Import der Chemikalie Styrol aus den USA eine „Kaution“ in Höhe von fünf bis 10,7 Prozent zahlen – das Geld würde bei Verhängung eines Einfuhrzolls einbehalten. Diese Entscheidung ist noch nicht gefallen, wird aber von Peking erwogen.

Styrol ist ein Grundstoff zur Herstellung von Kunststoffen wie Polystyrol, die vor allem für Verpackungen verwendet werden. China importierte im vergangenen Jahr Styrol im Wert von über vier Milliarden Dollar aus den USA.

Das Handelsministerium in Peking kündigte am Montag an, auch auf Styrol-Importe aus Südkorea und Taiwan könnten bald Zölle erhoben werden. China hatte im Juni eine Untersuchung über den Styrol-Import gestartet.

Die Maßnahme trifft aber vor allem den Handel mit den USA. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Monat hohe Zölle auf den Import von Waschmaschinen und Solarpaneele verhängt, was neben Produzenten in Südkorea vor allem auch chinesische Hersteller trifft. Im Visier der US-Regierung sind zudem Stahl, Aluminiumbleche oder Sperrholz.

Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums sagte am Dienstag, dass die US-Führung Zurückhaltung hinsichtlich möglicher Stahl-Zölle üben solle, wie der englischsprachige Dienst von Reuters berichtet. Ein exzessiver Schutz der heimischen Industrien sei keine Wohltat, sondern führe zu einem „Teufelskreis.“

Ebenfalls am Dienstag warnte die regierungseigene Denkfabrik China Metallurgical Industry Planning and Research Institute vor neuen Strafmaßnahmen im Stahlsektor. „Sicherlich werden wir gegen unfaire und unkluge Maßnahmen von Staaten wie den USA gegen chinesische Stahlfirmen protestieren. Zudem werden wir mögliche Gegenmaßnahmen studieren und diskutieren, um chinesischen Unternehmen eine faire Position im Rahmenwerk der Welthandelsorganisation zu ermöglichen“, heißt es in einer Stellungnahme.

China wiederum begann vergangene Woche eine Untersuchung zum Import von Hirse aus den USA – und ein Sprecher des Handelsministeriums deutete auch Ermittlungen zum Import von Sojabohnen an. Sie sind das wichtigste US-Exportgut nach China, der Wert beträgt im Jahr rund 14 Milliarden Dollar.

Die Maßnahmen der Chinesen sind vor dem Hintergrund eines sich anbahnenden Handelskrieges mit den USA zu verstehen, welcher seit Jahren schwelt.