EU zögert bei Regulierung von Fintechs und Kryptowährungen

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
09.03.2018 17:12
Die EU-Bankenaufsicht zögert mit weitreichenden Regulierungsvorschriften für Fintechs und Kryptowährungen.
EU zögert bei Regulierung von Fintechs und Kryptowährungen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die EU-Bankenaufsicht EBA will neue Entwicklungen bei der Digitalisierung der Finanzbranche nicht durch ein Übermaß an Regulierung abwürgen. Behördenchef Andrea Enria spricht sich dagegen aus, auf Fintechs die gleichen Regeln wie bei Banken anzuwenden, nur weil sie in einigen Bereichen im Wettbewerb stehen. Das wäre nicht die richtige Antwort, sagte er am Freitag laut Reuters. Seine Behörde werde bis Jahresende eine Analyse zur Fintech-Branche vorlegen. Womöglich werde die EBA dann vorschlagen, bestimmte EU-Regeln anzupassen.

Zum Thema Kryptowährungen wie Bitcoin sagte Enria, er müsse noch davon überzeugt werden, dass diese Technologie den vollen Umfang an Regulierung benötige. Andernfalls betrete man unbekanntes Territorium und brauche viele Jahre zur Entwicklung der Regeln. Stattdessen solle einer differenzierten und kurzfristigen Strategie der Vorrang gegeben werden. Deren Ziele seien Anti-Geldwäsche-Regeln, ein Vorgehen gegen die mögliche Finanzierung von Extremistengruppen sowie ein Verbot für Banken, Kryptowährungen zu halten. „Mit dieser Strategie würde die offizielle Anerkennung einer Branche vermieden, die weiterhin sehr heterogen ist, sich schnell verändert und deshalb schwer zu regulieren und zu überwachen ist“, sagte Enria.

Das Thema Kryptowährungen und die dahinter stehende Blockchain-Technologie soll auch beim Treffen der Finanzminister der 20 größten Industrie- und Schwellenländern (G20) am 19. und 20. März in Buenos Aires besprochen werden. Bisher gibt es aber keinen gemeinsamen Ansatz für eine Regulierung. In deutschen Regierungskreisen hieß es, dass in Sachen Blockchain nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen betont werden sollten. Für Deutschland sei Blockchain eine Schlüsseltechnologie. Im Bundesfinanzministerium befasst sich ein neues Team mit dem Thema.

 


Mehr zum Thema:  

DWN
Termine
Wichtige Termine Lesen Sie hier, warum Sie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten lesen sollten und wie Sie dabei 17% sparen!

Unser Chefredakteur Hauke Rudolph zeigt auf, warum man Abonnent der DWN sein sollte. Gleichzeitig können Sie von einem interessanten...

DWN
Politik
Politik Anti-Rassismus-Demos: Teilnehmer infiziert, Mediziner befürchten zweite Corona-Welle

Die ersten Demonstranten haben sich in den USA mit dem Corona-Virus infiziert. US-Mediziner und Behörden befürchten eine zweite...

DWN
Politik
Politik DWN-EXTRA: Pentagon weiß nichts von US-Truppenabzug aus Deutschland

Das Pentagon weiß nichts über einen offiziellen Plan, wonach ein Teil der US-Truppen aus Deutschland abgezogen werden soll. Doch genau...

DWN
Politik
Politik Maas: Zusammenarbeit mit US-Truppen im beiderseitigen Interesse

Bundesaußenminister Heiko Maas sagt zum angeblichen Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland: „Wir schätzen die seit Jahrzehnten...

DWN
Politik
Politik Gegen die Türkei: Im Kriegsfall würde Russland Griechenland unterstützen

Falls es zum Krieg zwischen Griechenland und der Türkei kommen sollte, würde Russland Griechenland unterstützen. Bereits im...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum die Zentralbanken ihre eigenen Inflationsziele völlig verfehlen

Alle großen Zentralbanken der Welt sagen, dass sie mit niedrigen Zinsen Inflation schaffen wollen. Doch tatsächlich hat die extrem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Bohrinseln stehen wegen Öl-Crash vor dem Aus

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise könnte der Offshore-Ölbranche den Todesstoß versetzen. Denn schon vor dem letzten Preis-Crash waren...

DWN
Politik
Politik USA und Polen starten Militär-Manöver

Die USA und Polen haben in Westpolen mit dem Militärmanöver Manöver „Defender-Europe 20 Plus“ begonnen.

DWN
Politik
Politik USA versus China: Ein Krieg liegt im Interesse beider Länder

Der Konflikt zwischen den USA und China nimmt an Schärfe zu. Wie weit die beiden Kontrahenten gehen könnten, analysiert DWN-Autor Ernst...

DWN
Technologie
Technologie Roboter soll Corona-Massentests ermöglichen

Bei der Bekämpfung von Corona soll ein künstlich intelligenter Roboter zum Einsatz kommen.

DWN
Deutschland
Deutschland Askese ist in der Corona-Krise der falsche Weg: Plädoyer für einen aufgeklärten Konsum

Konsum ist kein Übel, schreibt DWN-Kolumnist Ronald Barazon - weder in der Corona-Krise noch sonst.

DWN
Politik
Politik Gesundheit nur Vorwand: Eliten instrumentalisieren Corona-Krise für Massen-Manipulation und mehr Kontrolle

DWN-Korrespondent Moritz Enders hat den Psychologen Rainer Mausfeld zum Thema Indoktrination und Massen-Manipulation interviewt.

DWN
Politik
Politik Bundesregierung entsendet Funktionär in neue Anti-China-Allianz

Die Bundesregierung entsendet einen Funktionär in eine gegen China gerichtete internationale Arbeitsgruppe. Die Beteiligung ist ein...

DWN
Politik
Politik Griechenland ist bereit für einen Krieg gegen die Türkei

Griechenlands Verteidigungsminister droht der Türkei mit militärischer Gewalt. Beim Streit zwischen Ankara und Athen geht es um...

DWN
Politik
Politik DWN-SPEZIAL: Die Aufteilung Libyens nimmt Konturen an

Die Aufteilung des „libyschen Kuchens“ nimmt Konturen an. Am Verhandlungstisch sitzen die USA, Russland und die Türkei. Doch auch die...

celtra_fin_Interscroller