OPEC strebt jahrzehntelange Förderquoten für Erdöl an

Das Ölkartell OPEC will die Ölpreise mit anderen Staaten über Jahrzehnte durch Förderquoten manipulieren.

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Das OPEC-Kartell großer Ölförderländer strebt zur Stabilisierung des Ölpreises auf viele Jahre angelegte Abstimmungen mit anderen Ölförderstaaten an. Dies sagte Generalsekretär Mohammad Barkindo am Mittwoch auf einer Energiekonferenz in Bagdad nur einen Tag, nachdem der saudische Kronzprinz Mohammed bin Salman in einem Interview mit Reuters angekündigt hatte, Vereinbarungen mit Russland und anderen Förderländern über zehn oder 20 Jahre anzupeilen.

Diese langjährigen Abkommen sollten die bisher getroffenen Kooperationen ablösen, die für ein Jahr vereinbart worden seien und jeweils verlängert werden müssten. Zuletzt war das im November der Fall. „Zusätzlich zu den 24 Ländern, die die Erklärung zur Zusammenarbeit im November unterschrieben haben, haben wir sechs weitere Förderländer, die Solidarität gezeigt haben“, sagte Barkindo. Iraks Ölminister teilte mit, mehrere Öl-Exporteure hätten eine Verlängerung um sechs Monate vorgeschlagen. Eine Entscheidung darüber solle bis zum Jahresende getroffen werden.

Als Reaktion auf den massiven Ölpreisverfall hatten sich die OPEC-Staaten sowie Russland und andere Ölproduzenten im Januar 2017 auf eine Bremse der Förderquoten geeinigt. Im November hatten sich die Staaten dann auf eine Verlängerung der Begrenzung der Ölförderung bis Ende 2018 verständigt. Vergangene Woche erklärte der saudische Ölminister, die Regierung in Riad hoffe, das Abkommen bis kommendes Jahr zu verlängern.