Pimco empfiehlt Ausstieg aus Anleihen

Der Investment-Chef des weltgrößten Vermögensverwalter Pimco rät zum Rückzug aus Anleihen.

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Der Investment-Chef des weltgrößten Vermögensverwalter Pimco (Pacific Investment Management Company), Dan Ivascyn, rät Anlegern zum Verkauf von Staats- und Unternehmensanleihen. Auf einer Veranstaltung sagte Ivascyn vor einigen Tagen, dass insbesondere höhere Leitzinsen und geopolitische Spannungen eine „viel fragilere Situation“ als in der jüngsten Vergangenheit haben entstehen lassen.

Die Preise für Staatsanleihen seien trotz jüngst etwas gesunkener Kurse im langfristigen Vergleich noch immer sehr hoch und hätten deshalb wenig Puffer, um negative Schocks zu absorbieren. Ivascyn rechnet deshalb künftig mit steigenden Renditen und fallenden Kursen.

Anleger sollten deshalb aus Sicht des Managers jetzt aus Anleihen aussteigen. „Die Marktteilnehmer sollten etwas beunruhigter sein. Wenn Sie in riskante Anleihen investiert haben, sollten Sie nun eine Stufe runterschalten. Wir sind nicht sehr besorgt, aber denken, dass man jetzt Risiken abbauen sollte“, wird Ivascyn vom Finanzblog Zerohedge zitiert.

Die Renditen von US-Anleihen waren vor einigen Monaten deutlich gestiegen und haben sich nun auf erhöhtem Niveau eingependelt, nachdem im Juni 2016 der Tiefpunkt bei den Renditen durchschritten wurde. Besorgniserregend ist zudem die hohe Verschuldung von Unternehmen, welche den Markt für Unternehmensanleihen belastet.

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