Russland fürchtet US-Labore für biologische Waffen an seinen Grenzen

Russland fürchtet die Errichtung von US-Laboren für biologische Waffen an seinen Grenzen.

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Der russische Außenminister Sergej Lawrow und Generalstabschef Valeri Gerasimow fürchten, dass US-Labore für biologische Waffen nahe Russland errichtet werden. (Foto: dpa)

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und Generalstabschef Valeri Gerasimow. (Foto: dpa)

Das russische Außenministerium hat am Dienstag laut TASS mitgeteilt, es sei alarmiert durch die US-amerikanische Auslegung des Übereinkommens über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) und giftiger Kampfstoffe sowie deren Vernichtung. „Unsere Bedenken werden noch durch die Auslegung der Biologischen Waffenkonvention (BWC) verstärkt, die im heutigen US-Bericht dargelegt wird, der besagt, dass das Übereinkommen, das die Entwicklung biologischer Waffen verbietet, angeblich nicht auf die Forschung in diesem Bereich zutrifft“, sagte das Ministerium.

Der Bericht des US-Außenministeriums über die Einhaltung und der entsprechenden Verpflichtungen der entsprechenden Rüstungskontrolle hatte festgestellt, dass die Forschung zu Chemiewaffen nicht von der internationalen Konvention gedeckt sei. „Es scheint, dass die Vereinigten Staaten durch die Durchführung biomedizinischer Großaktivitäten diese Auslegung der Bestimmungen des Übereinkommens nutzen, um Ziele zu erreichen, die dem BWC eindeutig widersprechen“, sagte das Außenministerium.

„Die Bemühungen des Pentagon, seine medizinisch-biologischen Laboratorien in verschiedenen Teilen der Welt einzusetzen, einschließlich von Orten in unmittelbarer Nähe der russischen Grenzen“, heißt es in dem Kommentar. „Das anschaulichste Beispiel ist das Lugar Public Health Forschungszentrum in einem Vorort von Tiflis. Es ist ein Labor mit einem hohen Grad an biologischer Isolation.“

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