Tesla in der Krise: Gründer Musk kauft Aktien

Tesla-Chef Elon Musk hat für für knapp zehn Millionen Dollar Tesla-Aktien gekauft.

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Der CEO und Gründer des US-Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, hat für 9,85 Millionen Dollar Tesla-Aktien erworben. Der Kauf kam einen Tag, nachdem sich Musk per Twitter über die sogenannten Short-Käufer lustig gemacht hatte. Die Aktien kaufte Musk Berichten zufolge mit Geld, welches er sich bei Großbanken wie Goldman Sachs geliehen hatte. Der Finanzblog Zerohedge beziffert die Verbindlichkeiten Musks bei Banken mit etwa 800 Millionen Dollar.

Short-Käufer sichern sich Aktien, ohne dafür sofort bezahlen zu müssen. Sie garantieren allerdings, dass sie die Aktien später zu einem festgelegten Termin zu einem festgelegten Preis kaufen werden. In der Zwischenzeit versuchen sie, die Aktien zu einem Preis zu verkaufen, der höher ist als der festgelegte Preis, den sie später entrichten müssen. In Kürze: Short-Käufer wetten darauf, dass eine Aktie sinkt. Die Aktie von Tesla ist die US-Aktie, die am häufigsten von Short-Käufern erworben wird.

Musks Aktion ist in erster Linie als symbolisch zu verstehen. Der 46-Jährige wollte mit seinem Kauf ausdrücken, dass er weiterhin an Tesla glaubt. Das Unternehmen, das dieses Jahr bereits rund 1,2 Milliarden Dollar Verlust gemacht hat, hatte am gestrigen Montag zugegeben, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Im Zusammenhang mit seinem Kauf sagte Musk, er halte es für sehr gut möglich, dass die vielen Short-Käufe eine Angebotsknappheit („Short Squeeze“ in der Finanz-Terminologie) bei der Tesla-Aktie auslösen werden, was ihrem Preis gehörigen Auftrieb verleihen würde. Ein solcher Short Squeeze trieb im Oktober 2008 die VW-Aktie nach oben und machte den Autobauer kurzzeitig zum Unternehmen mit der weltweit höchsten Börsenkapitalisierung.

Vergangene Woche war die Tesla-Aktie zeitweise zehn Prozent ins Minus gerutscht. Mittlerweile hat sie sich jedoch wieder erholt und bei der soliden Marke von 255 Euro eingependelt.

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