HSBC überprüft Bank-Konten mit künstlicher Intelligenz

Die HSBC-Bank wird künstliche Intelligenz zur Verhinderung von Betrug und Geldwäsche einsetzen.

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Die größte Bank Europas, die HSBC (Hongkong & Shanghai Banking Corporation), wird zur Überwachung der Bankkonten künstliche Intelligenz einsetzen. Das meldet das britische IT-Online-Portal “Computing“. Zum Einsatz bringen wird das Kreditinstitut Software des vor zwei Jahren gegründeten Londoner Start-ups Quantexa. Die Software wird Bank-internes, öffentlich zur Verfügung stehendes sowie aus der Transaktion hervorgehendes Datenmaterial inspizieren, auswerten soll angeblich dazu dienen, Kontenbewegungen auf kriminelle Aktivitäten eine Warnung zu untersuchen.

Die Menge der auf diese Weise überprüften Daten ist so gewaltig, dass menschliche Prüfer mit ihr überfordert wären. Quantexa-CEO Vishal Marria nannte es „eine Ehre, der HSBC dabei zu helfen, zwischen den ihr vorliegenden Daten Zusammenhänge herzustellen, damit sie ihre weltweiten Kunden und deren Transaktionen noch besser versteht“. Es ginge darum, den Weg transferierten Geldes nachzuvollziehen: „Zu diesem Zweck können wir für jeden Kunden ein Profil anlegen – und zwar in angemessen kurzer Zeit.“

In der Datenschutzerklärung der HSBC heißt es unter anderem, die Bank sammle ausschließlich Informationen, die notwendig seien, um den Kunden angemessen zu beraten. Die Kundendaten würden geheim gehalten, unterlägen strikten Sicherheitskontrollen und würden – unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften – ausschließlich zur Einsicht befugten staatlichen Stellen überlassen werden.

Für die HSBC ist die neue Software auch ein Mittel, um Geld zu sparen. Nachdem sie in den USA angeklagt worden war, Drogengelder in Höhe von 881 Millionen Dollar für ein mexikanisches Kartell gewaschen zu haben, zahlte sie nach einer Absprache 1,9 Milliarden Dollar ans US-Justizministerium, um einer Verurteilung zu entgehen. Anschließend investierte sie mehr als eine Milliarde Pfund, um verschärfte interne Kontrollsysteme zur Verhinderung von Geldwäsche einzurichten. Insgesamt geben britische Banken pro Jahr mehr als 5,5 Milliarden Pfund aus, um regulatorische Vorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche einzuhalten.

Die 1865 gegründete HSBC hat ihren Sitz in London und verfügt über eine Bilanzsumme von mehr als 2,5 Billionen Dollar (Deutsche Bank: 1,77 Billionen). Vom internationalen Finanzstabilitätsrat (Basel) wird sie als eine von weltweit 30 systemrelevanten Banken klassifiziert.

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