New Yorker Gericht verurteilt türkischen Banker zu Haftstrafe

Der frühere Vizechef der türkischen Halkbank wurde von einem New Yorker Gericht zu einer Gefängnisstrafe von 32 Monaten verurteilt.

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US-Präsident Donald Trump am 21.09.2017 mit Präsident Recep Tayyip Erdogan aus der Türkei im Palace Hotel am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Sie liegen im Streit um das Urteil für einen türkischen Banker. (Foto: dpa)

US-Präsident Donald Trump am 21.09.2017 mit Präsident Recep Tayyip Erdogan aus der Türkei im Palace Hotel am Rande der UN-Vollversammlung in New York. (Foto: dpa)

Der türkische Banker Hakan Atilla ist wegen Verstoßes gegen US-Sanktionen zu einer fast dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ein Richter in New York legte das Strafmaß am Mittwoch auf 32 Monate fest. Der Zeitraum entspricht in etwa dem, was die Verteidigung gefordert hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte dagegen auf rund 20 Jahre Haft plädiert. Der Prozess hat das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei verschlechtert.

Atilla war früher Vizechef der staatlichen türkischen Halkbank. Eine Jury in New York hatte den Banker Anfang des Jahres unter anderem wegen Bankbetrugs und der Verschwörung zur Geldwäsche und zur Umgehung von Sanktionen gegen den Iran schuldig gesprochen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Schuldspruch scharf kritisiert und rechtliche Schritte gegen die USA ins Spiel gebracht. Atilla sei in einem „fingierten Prozess“ verurteilt worden, obwohl er unschuldig sei, teilte das türkische Außenministerium in Ankara am Mittwochabend mit.

Das Gericht habe sich auf „gefälschte Beweise und falsche Aussagen“ der Gülen-Bewegung gestützt, dadurch habe der Prozess seine Legitimität verloren. Die türkische Führung macht die Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich.

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