BMW greift Tesla mit Elektroautos in den USA an

BMW hat seine eigene Strategie entwickelt, um Tesla Konkurrenz zu machen.

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Eine Fertigungsstraße von BMW-Elektroautos in den USA. (Foto: dpa)

Eine Fertigungsstraße für BMW-Elektroautos. (Foto: dpa)

BMW will sich zu einem der führenden Elektroauto-Bauer der Welt entwickeln, verfolgt dabei jedoch eine andere Strategie als Tesla. Die Münchener setzen bei der Produktion weiterhin auf eine Kombination von Mensch und Technik, anstatt auf den Einsatz von immer mehr Maschinen und Industrierobotern. „Es ist nicht unser Ziel, den Produktionsprozess vollständig zu automatisieren“, sagte BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse in einem Interview mit Bloomberg. Der Mensch mit seinen einzigartigen Eigenschaften und Fähigkeiten sei „unschlagbar flexibel“ und deshalb nicht zu ersetzen.

Tesla hat schon seit längerem große Probleme bei der Produktion seiner Fahrzeuge. Die Fertigung des Model 3 ist derzeit für eine Woche ausgesetzt. Tesla-Chef Elon Musk hat zugegeben, in der Vergangenheit „zu sehr auf Roboter“ gesetzt zu haben.

Auch BMW hatte anfangs Schwierigkeiten bei der Fertigung eines E-Autos. Die Produktion des i3 in Leipzig geschah abgetrennt von der Produktion der konventionellen Modelle und lief erst nach einer Reihe von Fehlschlägen rund. Die Münchener änderten daraufhin die E-Auto-Produktion. Sie erfolgt nicht mehr separat, sondern Seite an Seite mit der Produktion der konventionellen Fahrzeuge („Werk im Werk“). Das ermöglicht es der E-Auto-Sparte, von BMWs jahrzehntelanger Erfahrung bei der konventionellen Fahrzeug-Fertigung direkt und unmittelbar zu profitieren. Darüber hinaus hilft es, Kosten zu sparen – der Bau einer eigenen E-Auto-Fertigungseinheit kostet Milliarden.

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen bezeichnet deutsche Autobauer als „Experten für Industrialisierung“, die ein ausgefeiltes Konzept besäßen, „wer wann was produziert“. Dies könnte beim Kampf um die Vorherrschaft auf dem E-Auto-Markt der entscheidende Vorteil für BMW – und auch für VW und Daimler – gegenüber Tesla sein. Bei Fahrzeugen im Hochpreis-Segment wie Teslas Model X besteht in der Produktion ein gewisser finanzieller Spielraum. Der entfällt, wenn es darum geht, Autos für eine breite Käuferschicht zu bauen.

BMW ist derzeit dabei, in einer ganzen Reihe seiner Werke Fertigungsstraßen für E-Autos einzurichten. Darunter ist auch das US-Werk in Spartanburg, wo die SUVs der X-Reihe gebaut werden. Hier sollen X-Elektroautos produziert werden.

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