China will Export-Nation für Autos werden

Der größte Autobauer Chinas will bis 2025 expandieren.

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SAIC Motor, das größte Autounternehmen Chinas, will bis 2025 sechsmal so viele Auto im Ausland verkaufen wie bisher. Das teilte die internationale Ausgabe der South China Morning Post (SCMP) mit und zitiert den SAIC-Vorstandsvorsitzenden Chen Hong: „Mittels einer Kombination aus Exporten und Auslandsfertigung wollen wir 2025 die Millionenmarke erreichen.“

2017 setzte SAIC 170.000 Autos im Ausland ab, ein Plus von 30 Prozent zum Vorjahr. Ein Teil dieser Autos wird in Werken in Thailand, Indonesien und Indien gebaut. Neben diesen Werken betreibt SAIC Innovationszentren in den USA, Großbritannien und Israel sowie 13 Verkaufsbüros in Europa, Südamerika, Australien und dem Nahen Osten. Für eine Ausweitung seines Investments in den USA hat das Unternehmen 100 Millionen Dollar eingeplant. Bisher setzt SAIC seine Autos fast ausschließlich in China sowie im asiatischen Ausland ab. Offensichtlich hat das Unternehmen vor, verstärkt auf andere Märkte vorzudringen.

Engagiert ist SAIC auch im Bereich des autonomen Fahrens. Derzeit werden Tests mit selbstfahrenden Autos im Silicon Valley vorbereitet. Auch die E-Mobilität ist ein Thema. Im Februar bekam es von staatlicher Seite die Erlaubnis, selbstfahrende Autos auf offener Straße in Schanghai zu testen. Bereits im April letzten Jahres hatte es auf der Automesse von Shanghai den Prototyp eines Elektro-Autos präsentiert.

Aufsehen erregte SAIC 2016 mit der Vorstellung des Roewe RX5. Der Geländewagen ist mit dem Linux-Betriebssystem Yun OS des größten chinesischen IT-Entwicklers Alibaba ausgestattet und kann daher für sich in Anspruch nehmen, das erste seriengefertigte Fahrzeug mit Internetverbindung zu sein. Die seit 2006 existierende Marke Roewe ist aus dem britischen Autobauer Rover hervorgegangen, der 2006 insolvent ging und teilweise vom chinesischen Unternehmen Nanjing Automobile Corporation (NAG) übernommen wurde. NAG wiederum wurde 2007 von SAIC aufgekauft.

SAIC produzierte letztes Jahr fast sieben Millionen Autos (ein Plus von 6,8 Prozent zum Vorjahr). Sein Vorstandsvorsitzender Chen Hong repräsentiert als Abgeordneter die Stadt Schanghai im chinesischen Parlament, dem Nationalen Volkskongress. Das Unternehmen unterhält Joint Ventures mit VW, General Motors und Volvo, beschäftigt über 170.000 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von knapp 25 Milliarden Euro.

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