Draghi zu Handel: Es gibt keinen Grund optimistisch zu sein

Der Handelsstreit der USA mit Europa und China bereitet den Zentralbanken ernsthafte Sorgen.

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Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), während der Pressekonferenz in der EZB-Zentrale, am 08.03.2018 in Frankfurt am Main. (Foto: dpa)

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), während der Pressekonferenz in der EZB-Zentrale, am 08.03.2018 in Frankfurt am Main. (Foto: dpa)

US-Zentralbankchef Jerome Powell sagte auf einer Konferenz der EZB im portugiesischen Sintra, prinzipiell könne der Konflikt dazu führen, dass die Notenbank ihren Ausblick hinterfragen müsse. Es gebe bereits erste Anzeichen, dass Investitionen und auch Neueinstellungen aufgeschoben würden. „Das ist neu“, fügte er hinzu. EZB-Chef Mario Draghi sagte, es sei noch offen, welche Konsequenzen sich aus dem Streit für die Geldpolitik ergeben könnten. „Doch es gibt keinen Grund, dabei optimistisch zu sein.“ Auch der japanische Notenbankpräsident Haruhiko Kuroda äußerte sich besorgt. Ein Handelskrieg zwischen China und den USA könne „durchaus erhebliche“ Folgen für Japan haben.

Der Streit hat sich zuletzt hochgeschaukelt. US-Präsident Donald Trump kündigte am Montag an, neue Zölle auf chinesische Waren im Volumen von 200 Milliarden Dollar zu verhängen, sollte die Regierung in Peking Vergeltungszölle für frühere US-Importauflagen umsetzen. Vergeltungszölle der EU im Handelsstreit mit den USA greifen ab Freitag. Sie sind die Antwort der EU auf die Anfang des Monats verhängten US-Zölle auf Stahl und Aluminium aus Europa.

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